Podcast 01

Bonjwa Podcast | Folge 01: Computerspielsucht

Im Rahmen der Initiative Verantwortungsvolles Gaming sprechen Honor, Jutzemutze, Diesel, Silphi und Sawadas über ihre Erfahrungen mit Computerspielsucht.

06.09.14

Ihr könnt den Podcast auch als MP3 downloaden und anhören.

Die TEILNEHMER des Podcasts

Definition Computerspielsucht / Internetsucht

  • Starker, fast zwanghafter Druck bzw. das Verlangen, am Computer zu spielen mehrere vergebliche Versuche, das Verhalten einzuschränken (Kontrollverlust)
  • Entzugserscheinungen bei verhinderter Computerspielnutzung (Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen)
  • Steigerung der Häufigkeit oder Intensität/Dauer des Computerspielens (Toleranzentwicklung)
  • Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügungen oder Interessen
  • Anhaltendes exzessives Computerspielen trotz eindeutiger schädlicher Folgen (z. B. Übermüdung, Leistungsabfall in der Schule oder im Beruf, Mangelernährung)

Quelle: http://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-c/computerspielsucht/

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Honor

Um-die-Ecken-Denker, Über-den-Tellerand-Späher, Ideen-Umsetzer, Ideen-haber, Junkie der Herausforderung, Motivator, Nicht-an-Regeln-Halter, Peter Pan, Gründer von Bonjwa, ich werde König der Piraten!

6. September 2014 - 14:09
Bild des Benutzers Kelinci
Kelinci
Core
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14.03.2017 - 23:35
02.08.14
2

Wird es das Ganze auch im mp3-Format (zum nur hören) bei iTunes und Co. geben? Wäre super, dann könnten wir es die Coumunity auch nebenbei hören, statt vor dem Rechner sitzten zu müssen.

6. September 2014 - 15:17
Bild des Benutzers Moerdermeyer
Moerdermeyer
Benutzer
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14.09.2014 - 20:27
02.12.13
3

Hey ihr 5,

auf jeden Fall ne coole Sache die ihr da macht. Was ich noch zum Thema Sucht und Videospiele sagen wollte:

Vielleicht kurz zu mir. Ich war auch (wie Niklas) so ende meiner Schulzeit sehr süchtig nach Videospielen, habs dann aber irgendwie geschafft auf zu hören "krankhaft" zu spielen und versuche jetzt seit bestimmt 6 Jahren ganz damit auf zu hören, aber spiel immer wieder (Allerdings in einem gesunden Maß).

Was ich einen wichtigen Punkt finde, der mir bei eurer Diskussion ganz gefehlt hat, ist der Spaß. Ich hab mehr oder minder erkannt das ich "süchtig" bin als ich beim spielen gemerkt hab "hey! Ich spiel jetzt seit xy Stunden, aber Spaß machts eigentlich nicht" Es ist so mehr ein zocken um gezockt zu haben oder um etwas zu erreichen (z.b. eine neu Rüstung) um nach erreichen des Ziels gleich wieder an zu fangen für eine bessere Rüstung zu farmen (wieder kein Spaß, nur doofes Farmen).

Was ich noch sehr interessant fand (hab mich zu meiner "Suchtzeit" viel mit dem Thema beschäftigt) ist einen "Leserbrief" den ich gefunden habe. Ich finde die Aussage der Person regt sehr stark zum Nachdenken über die Sichtweise auf Videospiele von außen an. (es geht hierbei um Killerspiele und was die Leser davon halten) "Es gibt ein Spiel, bei dem eine weiße gegen eine schwarze Gang kämpft. Der Spieler befehligt eine der Seiten und muss den Anführer der Gegenseite gefangen nehmen. Dabei ist das einzig Mittel, die gegnerischen Gangmitglieder zu töten, um sich zu deren Anführer vorzukämpfen. Das Spiel heißt Schach." (Christoph Preißer Stern 50/2006 S.15)

6. September 2014 - 15:57
Bild des Benutzers KuBa
KuBa
Core
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01.05.2017 - 20:56
15.11.13
62

Vielleicht interpretiere ich da ein wenig zu viel, aber mir ist da während des Hörens eine kleine Idee gekommen: Gaming ist ja an sich eine zusätzliche Konkurrenz zu den klassischen Medien. Vielleicht sind dadurch ja einige Medien eher motiviert negative Berichte zu verbreiten.

6. September 2014 - 16:08
Bild des Benutzers Nrgy
Nrgy
Core
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16.03.2017 - 13:35
15.11.13
813

Ich finde das Sucht in dem Normalen Gaming alltag viel zu leicht verwendet wird. Eltern betiteln einen als Süchtig wenn man viel Spielt. Dabei ist es egal was, mit wem, mit welchem Zweck etc, weil generell, leute die einen als Süchtig bezeichnen sich absolut nicht damit identifizieren können. Wenn man denen erklären würde und sie auch dafür Offen wären sich das mal anzusehen, würden auch diese Leute anders Reden. Wenn man Soziale kontakte etc vernachlässigt, sollte man natürlich aufpassen, das man nicht Süchtig wird. Aber selbst wenn man 24/7 zockt, weil man einfach gut werden möchte und man ne SMS von nem Kumpel bekommt, ob man ein Bier Trinkt und es dann Tut, sollte Sucht als wort niemals gebraucht werden. :) Gruß

6. September 2014 - 19:15
Bild des Benutzers Thiesomatix
Thiesomatix
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28.04.2016 - 11:18
16.11.13
15

Toller Podcast, Ich finds super dass Bonjwa sich auch den kritischen Seiten des GAmings so offen annimmt.

PS: Bin ich neben der Spur? Haben nicht Sawadas und Ömer das Team verlassen? Oder sind die beiden als "Gäaste" im Podcast?

6. September 2014 - 19:23
Bild des Benutzers Cystic Fibrosis
Cystic Fibrosis
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30.11.2014 - 19:11
29.06.14
1

Hallo,

Ich persönlich finde das dies auch ein Gesellschaftliches Problem ist! Die Technik entwickelt sich immer weiter und man fördert ja zudem auch jungen Menschen dazu diverse Spiele zu spiele welche Person hat zb heute kein Internet? zu meiner Zeit war das ganz anders da war dies noch sehr kostenaufwendig, heute ist das schon gang und gebe. Ich finde es wäre auch besser gewesen ein Psychologen mal bei zu haben und ein Elternteil, was zb ein Kind hat wo sie "meinen" das es Spielsüchtig ist.

Lg

7. September 2014 - 0:56
Bild des Benutzers Songbird
Songbird
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02.08.2017 - 17:48
11.05.14
151

Sehr Geil. Ich liebe Podcasts und habe euren zwar jetzt noch nicht gehört aber wird bestimmt super und auch wenn es bestimmt schon einer in den comments erwähnt hat: Stellt den Podcast doch zum Download bereit - wäre jedenfalls geil den als mp3 zu haben.

Grüße, Songbird

7. September 2014 - 12:28
Bild des Benutzers Ian Empire
Ian Empire
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28.06.2015 - 18:21
19.04.14
13

Ich finde es auch sehr lobenswert, dass ihr euch mit dem Thema befasst und es ansprecht.

Für mich beginnt die Sucht auch dann, wenn man ein starkes Verlangen zu spielen hat und andere Aktivitäten vernachlässigt. Ich komme gerade von einer LAN Party und habe ca. 28h am Stück gespielt. Trozdem würde ich mich danach nicht als abhängig einstufen. Da erstens: ein sozialer Kontakt gegeben war. Und zweitens: ich kein problem habe jetzt erstmal eine Pause zu machen.

Man sollte aber auch noch unterscheiden, ob man generell Computersüchtig ist oder sich die Sucht nur auf das Spielen bezieht. Meine erste Aktivität nach dem Aufstehen ist an freien Tagen erstmal E-mails checken Facebook etc. Und die Zeit, die man im Internet verbringt, um bei Youtube Videos zu gucken ist auch nicht zu unterschätzen. Wenn ich mich auf Youtube zum Beispiel zu einer Questreihe bei Skyrim informiere oder die mittlerweile auch schon mehrere Stunden Bonjwavideos gucke, zählt das für mich auch schon zu einem gewissen Teil zum Gaming dazu.

LG

7. September 2014 - 16:44
Bild des Benutzers Cranium
Cranium
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29.10.2017 - 08:59
15.11.13
202

Ömer und Dave haben das Team verlassen, der Podcast wurde aber vorher aufgenommen.

7. September 2014 - 20:48
Bild des Benutzers Thiesomatix
Thiesomatix
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28.04.2016 - 11:18
16.11.13
15

Okay, Danke für die Info.

8. September 2014 - 15:05
Bild des Benutzers silver
silver
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27.07.2018 - 02:04
20.11.13
47

Hmm... stellt sich ja immer die Frage, was man sonst so zutun hat, ich habe z.b. kein Fernseher und kein Radio, dass einzige ist der PC als medialer Input und bei Stromausfall/Internetausfall, weis ich meist nicht was ich machen soll... also gibts dann erstmal nen schoenen Schnaps und bischen Wein :P (Um meine Trauer etwas herunterzuspuelen :0 ). Daher wuerde ich sagen: bin ich bei mir Zuhause bin ich Internetsuechtig, bin ich sonst wo, kann ich auf alles verzichten.

Ich glaube nicht das ich suechtig bin aber ich halte es kompakt, lieber 50h-60h Gaming in einer Woche und die anderen 3 Monate dann sogut wie gar nicht. Zum Beispiel auch beim Buch lesen, hatte letzten 2 Buecher, ... da war das Wochende weg. Ist sowas dann suechtig? :P Hardcore WoW Raider zum Beispiel, der spielt 2 Wochen lang 12-14h am Tag fuer einen Worldfirst, nimmt Urlaub, etc... Viele wuerden sowas ja auch schon als Sucht bezeichnen. Oder der SC2 Spieler in Korea der jeden Tag 10h+ Trainiert...

Daher denke ich das man die meisten Leute auch erstmal Aufklaeren muss was Computerspielsucht bedeutet und was das ist.

---

Ich hoffe nur meine Kinder spielen viel Lego... ich wuerde so gern wieder Zeug zusammenbauen und das Kind als ausrede benutzen :D Meinen ersten PC hatte ich mit 14, denke das auch okay so, vorher haben meine Eltern sich jeden Abend ueberlegt eine vermissten Anzeige zu stellen, weil ich immer ewig lang Draussen war, z.b. im Wald oder so.

Wegen Handys da wird sich die Zeit aendern bzw. hat sich schon geaendert, wenn Kinder dann "uncool" sind, wenn sie kein Handy haben. Oder sich umstaendlich verabreden muessen oder auf gut Glueck zum Freund fahren, der dann nicht da ist. Es hat ja auch was gutes das Handy und die moderne... da werden wir dann schon wieder altmodisch sein, egal wie sehr wir uns auch bemuehen...

13. September 2014 - 21:05
Bild des Benutzers hamu
hamu
Administrator
Online
24.02.2020 - 16:20
15.11.13
769

MP3-Download ist jetzt ganz oben verlinkt. Wie wir das ganze denn als Feed/Podcast verpacken, müssen wir uns noch mal schlau machen. smiley

Grüße hamu

21. Juni 2015 - 3:44
Bild des Benutzers Carl de la Carlsonne
Carl de la Carlsonne
Benutzer
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21.06.2015 - 03:44
21.06.15
1

Es ist ziemlich schwierig das Thema ohne Wissen in Richtung Psychologie anzugehen. Generell sind die Mechanismen bei fast allen Süchten gleich oder zumindest sehr ähnlich. Man unterteilt in stoffgebundene Sucht (alles wobei irgendein Stoff konsumiert wird) und psychosomatische Sucht (alle bei denen keine Stoffe konsumiert werden, z.B. Spielsucht). Die Ursachen/Mechanismen lassen sich zwischen den beiden Gruppen relativ gut übertragen. Der Haupunterschied sind die Folgen, die sich zwischen den beiden Gruppen sehr stark unterscheiden.

Erstmal generell zur Spielsucht:

Das erste ist die Trennung zwischen Spielen bei denen es um den Wettkampfgedanken geht (Alle E-sport-Titel, Shooter, Echtzeit-Aufbaustrategie ("Die-Stämme") etc.) und MMORPGs bei denen es eher um die soziale Komponente geht (z.B. Gildenleben). Natürlich gibt es Mischformen aber um Formen von Sucht zu verstehen ist diese Trennung sinnvoll.

Bei Esport-Titeln ist das Spielziel gegen menschliche Gegner zu gewinnen und sie erfordern sehr viel Übung. Wenn einem wettkampforientierten Menschen so ein Spiel gefällt, dann spielt er warscheinlich immer mehr um besser zu werden (Motivation). Wenn man anfällig für diese Art Sucht ist kann das dazu führen, das es einem immer schwerer fällt mit dem Spielen aufzuhören (z.B. um Alltagsprobleme zu verdrängen). Das führt dann oft dazu, das fast die gesamte Freizeit dafür genutzt wird, dadurch soziale Kontakte wegbrechen und durch das Spielen immer größere Probleme im Alltag auftauchen (Müdigkeit, Gereiztheit, etc.). Ab dem Punkt an dem soziale Kontakte wegbrechen entwickelt sich oft eine Negativspirale bei der das einzige Mittel um Probleme zu verdrängen noch mehr Spielen ist und sich das gegenseitig hochschaukelt. Das wäre erstmal so der typische Verlauf.

Um festzustellen ob ein Mensch süchtig ist, ist die Spielzeit pro Tag nur ein sehr grobes Maß. Zum Vergleich: Ich war als Leistungssportler mit 5h Spielzeit am Tag süchtig. Das waren die einzigen 5 Stunden Freizeit am Tag. Ich habe jede freie Sekunde gespielt und teilweise sogar beim Essen Abstriche gemacht, um mich morgens oder mittags noch 10min in meinen Account setzen zu können bevor es zur Schule ging und Nachts bis um 2 oder 3 gezockt wenn der Wecker um 6 geklingelt hat. Dass das bei 3-4h Training am Tag und Tagen die von 6-18 bzw. 20 uhr gehen nicht sonderlich gesund ist sollte klar sein^^.

Ein E-sport-spieler kann vor Turnieren ohne Probleme 14-16h am Tag trainieren ohne süchtig zu sein. Ein Grund warum es fast keine Esport-spieler gibt die süchtig sind ist, das Sucht eigentlich immer mit Kontrollverlust einhergeht. Und wer sich selbst nichtmehr kontrollieren kann hat im Esport praktisch keine Chance, weil die Leistung halt rapide bergab geht wenn man nichtmehr genug isst oder nicht effektiv trainiert.

Es gibt stattdessene ein Modell, das mit 6 Kriterien arbeitet:

1. Zwang zu Konsumieren (Frage: Besteht ein starker Wunsch oder eine Art Zwang zu spielen?)

2. verminderte Kontrollfähigkeit (Frage: Besteht ein verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich Beginn, Ende, Länge der Spielzeit?)

3. Entzugssymptome (Frage: Bestehen körperliche oder psychische Entzugssymptome beim Beenden/der Verringerung der Spielzeit?)

4. Toleranzentwicklung => dieses Kriterium muss man abwandeln weil die Gründe warum man spielt nicht mit stoffgebundenen Süchten übereinstimmen => z.B: braucht es immer größere/bessere Outplays/Aktionen damit die Glücktsgefühle wieder kommen? Stellen sich die Gefühle wegen denen du an dem Spiel dran geblieben sind deutlich seltener ein?

5. Interessenverlust (Frage: Vernachlässigst du andere Vergnügungen/Interessen/deinen Freundeskreis um mehr zu spielen?)

6. Konsum trotz schädlicher Folgen (Frage: Spielst du weiter obwohl du weißt, das es dir schadet? Spielst du weiter obwohl du merkst, das du immer depressiver wirst, du körperlich abbaust oder du dich ständich krank/erschöpft fühlst? Spielst du weiter obwohl du dich nach jeder Spiel-Session immer schlechter fühlst als davor?)

Wer 3-4 oder mehr Kontrollfragen mit Ja beantwortet ist warscheinlich süchtig. Desto mehr Kontrollfragen mit Ja beantwortet werden desto warscheinlicher auch, das man süchtig ist. Generell lässt es sich von außen sehr schwer feststellen ob jemand süchtig ist.

Ich war mit 2 verschiedenen Spielen süchtig. Beim ersten Mal mit 15 mit "Die Stämme" für ein halbes Jahr während ich Leistungssport gemacht habe. Da habe ich es durch eine Freundin geschafft wegzukommen. Beim 2. mal mit 21 war ich mit "Leage of Legends" (im Studium) so ca. ein Jahr lang süchtig. Da ist es dann teilweise so eskaliert, das ich bis zu 48h am Stück gezockt habe und auch immer mal wieder 1-2 Tage lang nichts gegessen habe bis der Hunger so groß wurde, das ich zum einkaufen raus musste. Da bin ich dann am Ende für einen Monat in der Psychatrie gelandet weil ich nichtmehr alleine lebensfähig und depressiv war. Ich bin warscheinlich einfach sehr anfällig diese Art Sucht. Das heißt nicht unbedingt, dass das jedem passieren kann. Wer aber merkt, das er da anfällig ist sollte sich zumindest mal informieren.

Grüße Carlo

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