Beyond Gaming: Gamepiraterie

Neue Rubrik mit neuem Thema! Es geht um Piraten und Räuber.

Jakob | bermuda 03.04.15

In dieser neuen Rubrik geht es nicht um den neuesten Starcraft II-Patch oder die Einflüsse von Spielmechanismen wie RNG. Hier bei "Beyond Gaming" möchten wir einen Blick hinter die Kulissen der Gamingwelt werfen und uns mit aktuellen Geschehnissen und allgegenwärtigen Problemen auseinandersetzen.

Neue Regeln bei Steam

Um die Altersbeschränkung diverser Spiele zum umgehen, konnten bis vor kurzem Spiele von Drittanbietern aus anderen Ländern für wenig Geld gekauft werden. Diese wurden dann per Steam-Geschenk an den Kunden ausgeliefert. Doch dagegen geht Steam jetzt vor. Laut eines Berichtes, können Steam-Geschenke nun gesperrt werden, wenn diese nicht den regionalen Altersbeschränkungen entsprechen. Dies kann sogar rückwirkend auf alle seit Dezember 2014 erhaltenen Geschenke geschehen. Damit verstärkt Steam die vor einiger Zeit schon angezogenen Regeln für Geschenke und setzt ein deutliches Zeichen gegen diesen Trend.
Doch was hat das alles mit Gamepiraterie zu tun? Was für Gründe und Gegenmaßnahmen gibt es für illegale Downloads? Das und mehr erfahrt ihr im ersten Artikel von "Beyond Gaming".

Fernab der Karibik gibt es noch eine ganz andere Welt voller Piraten, die nichts mit Johnny Depp oder Orlando Bloom zu tun haben. Fast jeder Gamer ist einer, wenn wir mal ehrlich sind.

Wieso, weshalb, warum?

Was bestrebt einen ambitionierten Gamer, sich ein Spiel illegal herunterzuladen anstatt es sich im Laden zu kaufen? Dieses Verhalten lässt sich auf mehrere Gründe zurückführen - und wenn wir schon dabei sind, sehen wir uns doch ebenso den Standpunkt der Entwickler für die jeweiligen Gründe an.

Der wohl am häufigsten genannte Grund ist der zu hohe Preis des Spiels. Selbst wenn der Gamer das Geld für das Spiel übrig hätte, stellt sich immer noch die Frage, ob es denn den hohen Preis rechtfertigt. Da Demos und offene Betatests immer seltener werden, fällt die Entscheidung zum illegalen Download häufig schon beim Blick auf das Preisschild.
Im Zusammenhang damit hört man auch teilweise folgendes Argument: "Das Spiel ist zu verbuggt, dafür möchte ich kein Geld ausgeben." Doch dieses Argument ist hinfällig, da das Spiel ja scheinbar doch spielenswert ist, wenn man es raubkopiert.
Selbst wenn ein Spiel zu teuer erscheint, sollte sich der freundliche Gamer immer vor Augen halten, dass es nunmal unfassbar kostenintensiv ist ein Spiel zu produzieren. So buggy der Titel auch erscheinen mag, es steckt immer sehr viel Schweiß und Herzblut darin. Und wenn das als Argument noch nicht reicht um über den hohen Preis hinweg zu sehen, dann kann man es immer noch als eine Investition in die Zukunft der Gamingbranche sehen.

Onlineverkäufer bieten häufig auch einen besseren Service als die Konkurrenz im Laden. Es ist doch viel bequemer sich ein Spiel beim 24/7-Onlineportal zu besorgen als sich nach den Öffnungszeiten des Einzelhandels zu richten, oder? Außerdem gibt es auf den Onlineportalen eine größere Auswahl an eventuell bugfreieren Versionen.

Ein weiterer Grund ist die teilweise begrenzte Verfügbarkeit. Nicht alle Spiele sind in allen Ländern auf offiziellem Wege erhältlich. Und selbst wenn ein Spiel verfügbar ist, kann es immernoch der Zensur unterlegen sein. Titel wie "Wolfenstein: The New Order" oder "South Park: The Stick of Truth" sind gute Beispiele hierfür und wurden in Deutschland aufgrund von Zensur reihenweise über Drittanbieter heruntergeladen.
Doch daran sind wohl kaum die Entwickler schuld. Ob ein Spiel in Deutschland auf die schwarze Liste der indizierten Spiele kommt, liegt an der aktuellen Gesetzeslage. Dann haben die Entwickler die Wahl das Spiel entweder zensiert auf den Markt zu bringen oder es erst gar nicht zu verkaufen.

Auch die Altersbeschränkungen vieler Spiele könnten ein Grund sein, es sich anderweitig zu besorgen. Auch hier können die Entwickler wenig dagegen tun. Es ist eben die Entscheidung der Länder, Altersbeschränkungen festzulegen. Abgesehen davon, dass einige Games aus gutem Grund in die "ab 18" Rubrik fallen, könnten ja noch die Eltern gefragt werden, ob sie das Spiel kaufen. Die wissen ja schließlich am besten, ob das siebzeneinhalb-jährige Kind mit dem neuen Call of Duty umgehen kann oder nicht.

Ein Blick auf die folgende Statistik zeigt die meistkopierten PC-Spiele im Jahr 2009. Drei der fünf genannten Spiele sind ab 18 Jahren freigegeben, die anderen zwei sind EA-Titel.

Statistik: Anzahl der Raubkopien von den meistkopierten PC-Spiele im Jahr 2009 | Statista
Mehr Statistiken bei Statista

Was tun gegen die Freibeuter?

Wie können sich Spieleentwickler gegen Raubkopierer schützen? In den Zeiten des Internets ist das sicher kein einfaches Unterfangen. Jeder kann mit wenigen Klicks ein Spiel herunterladen, ganz anonym.

Doch EA beispielsweise dreht den Spieß um. Onlinezwang sogar im Singleplayer. Der Spieler muss über seinen Account mit dem Server verbunden sein um zu spielen, und das geht nur, wenn er das Spiel rechtmäßig erworben hat. Doch das schreckt wiederum viele ehrliche Spieler ab. Also was tun?

Wie wäre es mit exklusiven Ingamebelohnungen für aufrichtige Käufer? Das gibt es schon in diversen MMORPGs, aber die müssen ja sowieso gekauft werden. In Singleplayertiteln sieht man das eher selten.
Auch denkbar wären Belohnungen für wiederkehrende Käufer. Kleine Rabatte zum Beispiel, je häufiger der Kunde beim Publisher die Originalkopie eines Spiels kauft.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob ein Spiel den hohen Preis wert ist, könnte ein alternatives Abomodell die Lösung sein. Der Kunde bezahlt pro Monat einen kleinen Betrag und kann dafür aus zahlreichen Titeln wählen, und diese dann wie bei der guten alten Demoversion anzocken. Wenn ein Game gefällt, kann für einen kleinen Aufpreis die Vollversion erstanden werden.
Das ist natürlich nur ein sehr einfaches Konzept, aber Abomodelle funktionieren schließlich auch in allen anderen Branchen. Netflix und Spotify lassen grüßen.

Die Moralfrage

Bevor wir uns aber ein Spiel illegal herunterladen, müssen wir das erst mit uns selbst vereinbaren. Es ist ja immerhin Diebstahl. Oder etwa nicht? Nun, es ist keine direkt verlorene Ware wie beim Stehlen eines Autos beispielsweise. »Raubkopieren ist kein Diebstahl. Wenn man ein Auto klaut, ist das Original weg. Wenn man ein Spiel kopiert, gibt es davon einfach mehr in der Welt.« Dieses Zitat kommt nicht etwa von einem Gamepirat, der sich für seine Tat rechtfertigen möchte. Es stammt von Markus "notch" Persson, der Entwickler und Erfinder des Indieklassikers "Minecraft". Auf dem Indie Summit der GDC 2011 hielt er eine Rede mit diesem Inhalt.
So kontrovers die Diskussion um diese Aussage war, irgendwo hat notch einen Punkt. Wird ein Spiel raubkopiert, hindert das einen anderen nicht daran es zu spielen. Man kopiert es eben. Ob dieser Gedanke schon reicht um sich selbst von der eigenen Unschuld zu überzeugen, muss jeder für sich entscheiden. Fakt ist, dass die Spieleindustrie auf lange Sicht darunter leidet.

Wenn wir nochmal auf die Online-, beziehungsweise Drittanbieter zurückkommen, sollten wir über folgenden Umstand nachdenken. Kann man Onlineservices wie beispielsweise "MMOGA" oder "G2A" mit dem klassischen Raubkopieren unter einen Hut stecken? Schließlich bezahle ich hier ja für das Spiel, nur eben weniger als im Laden um die Ecke. Viel weniger in manchen Fällen. Und hier begibt man sich schnell aufs Glatteis, denn diese Frage muss im Endeffekt jeder für sich selbst beantworten.

Wer sich noch weiter über Gamepiraterie informieren möchte, sollte sich dieses Video von Extra Credits anschauen.

Gamepiraterie ist ein sehr kontroverses Thema mit unzähligen Facetten. Wir haben hier gerade mal an der Oberfläche gekratzt.

Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, ist es wichtig darüber zu diskutieren: Was haltet ihr also von illegalen Downloads?

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Autor: Jakob | bermuda

Jakob. Vasall der Redaktions-Fraktion seit etwas über einem Jahr. Abseits von Bonjwa bin ich Technikjournalismus & PR-Student im fünften Semester, Kletterfreund und Hearthstone-Mastermind. Die eSport-Szene verfolge ich seit 2010 und in Zukunft versorge ich euch mit allem, was mir zur Gamingwelt durch den Kopf geht.

3. April 2015 - 21:36
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Cranium
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29.10.2017 - 08:59
15.11.13
205

Sollte es ein Spiel geben, das sich wirklich nicht spielen lässt aufgrund der beschnittenen Art und Weise die vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, ist es für mich ein legitimer Grund ein Spiel illegal zu laden. Denn wenn es auf dem Index landet ist es unheimlich schwer über das Ausland an den Datenträger zu kommen. Bestes Beispiel ist für mich Bulletstorm.

Zitat aus einem Schnittbericht:

Nun zum wichtigen Teil dieses Schnittberichts. In meiner Laufbahn als Videospieler hab ich schon vieles gespielt. Auch jede Menge zensierte Titel. Aber sowas wie die dt. Version von Bulletstorm ist mir schon lange nicht mehr untergekommen. Mal abgesehen davon, das soziemlich alle Gewalteffekte wie Blut und abgetrennte Körperteile entfernt wurden, sind die Zensuren auchnoch total offensichtlich und schlecht umgesetzt. So verursacht der Spieler zu Beginn von Bulletstorm den Absturz eines riesigen Raumschiffs. Später erreicht man die Absturzstelle und Oberschurke Sarrano weist darauf hin, das hier die Leichen all der Männer und Frauen liegen, die Beim Absturz getötet wurden. Blöd nur, das in der dt. Version weder Leichen oder irgendwelche Bluteffekte zufinden sind. Solche Momente gibt es in der zensierten Fassung zuhauf und sorgen bei Spielern, die sich nicht der Zensuren bewusst sind, für Kopfschütteln. Interessanterweise ist der Menüpunkt zur Teilnahme an der Gears of War 3Mulitplayer-Beta auch in der deutschen Version vorhanden. Es ist aber äußerst fraglich, ob sich die Beta auch von Deutschland aus downloaden lässt. Immerhin, Ragdolleffekte, Todesschreie brennende Feinde und platzende Spinnenwesen sind auch in der dt. Version enthalten. Ebenso sind die gerenderten Zwischensequenzen unzensiert geblieben. Allerdings zerstören die Zensuren einen Großteil der Atmosphäre und des Spielspaßes. Es mag sich merkwürdig anhören, aber Bulletstorm lebt von seiner völlig übertriebenen Gewaltdarstellung. Die brutalen Skillshots sorgen ohne literweise Blut einfach nicht für Unterhaltung. - Auszug aus dem Schnittbericht

4. April 2015 - 1:42
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Bladewing
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03.02.2018 - 11:27
30.07.14
524

Ich schließe mich Cranium an. David Hain(ehemals bei Giga und auch kurzzeitig bei High5 bzw. GameStar zu sehen/lesen) sagt in einem Video zum Jugendschutz, dass dieser zwingend notwendig ist und man nicht darüber fluchen sollte. Klar, das hält nun trotzdem die Wenigsten auf, aber er führt eben auch zu illegalen Kopien.

Nun aber zurück zum Thema. Ich kenne viele, die Raubkopien spielen. Zu den aufgezählten Gründen kommennoch zwei dazu:

a) die Unsicherheit, ob ein Spiel denn für einen etwas ist. Ich habe Daylight(Open World Zombie-Spiel mit Tag-Nacht-Wechsel) bspw. nicht gekauft, da ich nicht wusste, ob das Spiel mir psychisch zu nahe geht, wenn es ingame Nacht wird oder ob das eigentlich keinen Unterschied macht. Und ich finde leider, dass Let's Plays einfach zu häufig nicht die ganze Atmosphäre vermitteln.

b) die Frage, ob ein Spiel auf der eigenen Hardware läuft. Ja, es gibt natürlich Angaben zur minimalen und empfohlenen Hardware. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese in den meisten Fällen ziemlicher Unsinn sind. Und selbst wenn man Top-Komponenten hat, kann es sein, dass ein Spiel nicht so läuft, wie man es sich vorstellt, siehe GTA 4(da war es ja nicht mal ein Bug, der das Spielerlebnis beeinträchtigt hat, sondern schlichtweg Programmierung, für die sich Rockstar Games schämen muss - ja, immer noch!).

Was die gezeigte Statistik betrifft: 2 Spiele sind in Deutschland indiziert und/oder beschnitten erschienen, ein drittes ist unheimliche Abzocke(yeah, kaufe das 50. Addon von Sims und du bekommst den Kleiderschrank mit Spiegeltüre als DLC dazu -.-), bei NfS Shift waren sich viele nicht sicher, wie das Spiel am Ende sein wird, da es so ganz anders als die vorherigen Ableger war und Street Fighter... ein Beat'em Up am PC ist für nur sehr wenige wirklich kaufenswert, da es einfach ein Casual-Konsolenspiel ist.

4. April 2015 - 2:14
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Narcissist
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30.05.2016 - 14:44
27.03.15
14

Wenn ich mir die heutigen Spiele angucke ist das auch kein wunder dass einige zu dieser Methode greifen - Was ich auch nicht verachte. Da muss ich ehrlich sagen, dass ich denen sogar Schaden Wünsche (natürlich nicht jedem). Außerdem kann man keine Milchmann Rechnung betreiben wie es viele Puplisher machen, dass wenn ein Spiel für 70 Euro 100 mal gedownloaded wurde, man dann einen Verlust von potenziellen 700 gemacht hat. Der Onlinezwang ist ein Witz und wird denen hoffentlich bald das Genick brechen wenn die Grenze der Belastbarkeit überschritten wurde. Es gibt ja auch durchaus Spiele die einfach zu knacken sind, aber aus Sympathie zum Hersteller kauft man sich es dann doch. Minecraft ist ein gutes Beispiel und davon gibt es viele weitere. Blizzard macht es ja auch sehr schön mit der StarCraft Starter Edition. Counterstrike kostet fast garnicht und ist ein großartiger Titel für 1000 Stunden+. Das Counterstrike Cash-In System mit den vielen Skins die man sich kaufen, designen, sammeln, wetten kann finde ich auch sehr Lobenswert wenn man z.b. Battlefield oder leider auch Evolve als gegenbeispiel nimmt. (Ich hab mit Skins nichts am Hut aber einige sehen darin Wert und der Markt bestimmt in diesem Beispiel den Preis - was auch super ist) Geld ist Wichtig, doch es sollte nicht ganz oben stehen - die meisten Spiele entwickeln sich zurück. Ich denke der Schlüssel zum Erfolg ist Sympathie und Leidenschaft. Keinen Zwang oder überstrapazieren des Marktes mit neuen Titeln oder kaufbaren Content. Bis das aber ankommt wird noch sehr viel Geld gemacht.

4. April 2015 - 1:52
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Abenragala
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09.05.2016 - 23:46
09.01.15
15

Guter Artikel!

Ich kann die Frage, ob Onlineshops wie "G2A" mit mit illegalen Downloads zu vergleichen sind, allerdings nicht nachvollziehen. Natürlich bezahlt man einen deutlich geringeren Preis, das ist aber doch nicht illegal oder kann damit verglichen werden. Es ist einfach freie Marktwirtschaft, G2A wird deutlich geringere Umkosten haben und liefert halt auch ein "anderes" Produkt. Bei beispielsweise Saturn kaufe ich eine Box plus CD, habe somit etwas für meinen Wandschrank, bei G2A erwerbe ich einen Downloadkey und nichts anderes.

Ich wusste gar nicht das die Piraterie noch so ein großes Problem der Gamesindustrie ist. Natürlich ist Raubkopiererei illegal und kriminell, so sollte sie auch behandelt werden.

4. April 2015 - 5:53
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Dandom
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04.04.2015 - 06:02
04.04.15
1
Hallo, ich würde gerne etwas zum Jugendschutz sagen, weniger zur Piraterie. Zunächst einmal zu dem Punkt: „Doch daran sind wohl kaum die Entwickler schuld. Ob ein Spiel in Deutschland auf die schwarze Liste der indizierten Spiele kommt, liegt an der aktuellen Gesetzeslage. Dann haben die Entwickler die Wahl das Spiel entweder zensiert auf den Markt zu bringen oder es erst gar nicht zu verkaufen.“ Das ist richtig, wenn es um Spiele geht, die wegen § 86 nicht veröffentlicht werden können. Diese können, im Gegensatz zu nur indizierten Titeln, nicht verkauft werden. „Schwarze Liste“, heißt nur für Erwachsene, nicht verboten, diese können verkauft werden. Selbst beschlagnahmte Spiele dürften Erwachsene besitzen, man darf sie aber nicht verkaufen. Guter Artikel zu dem Thema: http://www.gamestar.de/specials/reports/3083170/jugendschutz_in_deutschl... Jetzt aber kommt’s: die Publisher müssen NICHT die internationale Version mit einem „prohibitrunincountry“-tag für Deutschland belegen. Wolfenstein: The New Order ist in Deutschland auf dem Pc legal UNSPIELBAR. Nur die „German Edition“ (welche bei Steam ein separates Spiel ist) bei der verfassungsfeindliche Symbole ersetzt wurden und NUR die deutsche Lokalisation vorhanden ist. Für Leute, die Spiele gerne im Original konsumieren oder hierlebende Ausländer unbrauchbar. Der Shitstorm war ja auch zu recht riesig. Bethesda denkt diese Vorgehen wäre nötig, dies ist aber recht realitätsfern. Bethesda wollte ursprünglich auch Österreich und die Schweiz verbieten, die uncut version zu starten. Der Schweiz. Die hat bekanntlich 3 Amtssprachen. Und die sollten nur die deutsche Fassung kriegen. Genial. Diese Länder dürfen mittlerweile die uncut version spielen, nur D nicht. Nun gut, kann man sagen, die wollen halt auf Nummer sicher gehen. Hakenkreuze und so. ABER Square Enix macht dasselbe mit Sleeping Dogs Definite Edition. Es gibt hiervon keine zensierte Fassung. Es ist absolut UNSPIELBAR für Deutsche auf dem PC. Das Spiel ist NICHT beschlagnahmt. Nur indiziert, darf also an Erwachsene verkauft werden. Hier ist Piraterie ABSOLUT legitim. Square Enix diskriminiert deutsche Nutzer ohne legliche Rechtsgrundlage. Sie haben keine Ahnung von deutschen Gesetzen. Ihre Berater sind inkompetent, wie viele ausländische Spielefirmen, die keine Ahnung von den international betrachtet unerreicht strengen deutschen Jugendschutzgesetzen. Square Enix behauptete zunächst, sie dürften es GAR nicht verbreiten, was schlicht falsch ist. Dann sagten sie, sie dürften nicht, weil es auf Liste B ist, die BPJM also denkt es könnte gegen §131 verstoßen, was zur Beschlagnahme führen könnte. Dann wurde es umgesetzt auf Liste A und Square Enix findet immer noch eine fadenscheinige Begründung Deutsche außenvorzulassen. Sie sind UNBELEHRBAR. Die zensierte deutsche Fassung von Sleeping Dogs, die hier geht, hat keinen DLC und ist fast ungepatcht. Sie ist technisch verbuggt. Square Enix behandelt Deutsche wie Kunden zweiter Klasse. Sie sperren auch Kayne and Lynch 2, also alle Spiele, die keine USK-Freigabe haben. Das ist die Zukunft des deutschen Steam-Stores, wenn nichts geschieht. Das ist Erwachsenbevormundung, die deutsche Gesetze pervertiert und nur die Piraterie fördert. „Auch die Altersbeschränkungen vieler Spiele könnten ein Grund sein, es sich anderweitig zu besorgen. Auch hier können die Entwickler wenig dagegen tun. Es ist eben die Entscheidung der Länder, Altersbeschränkungen festzulegen.“ Davon abgesehen, das Deutschland das einzige Land der EU mit diesen Problemen ist: Will ich Dead Rising 3 spielen, importier ich es von IRGENDEINEM unserer Nachbarländer. Darf ich es auf Steam aktivieren? Nein (Gifts kann man aktivieren, Capcom wollte ursprünglich sogar auch den prohibitrunincountry tag für D. Habe ich jetzt das Recht es zu spielen? JA. Wie sieht es mit der EU als freie Handelszone aus. Benachteiligt das dies nicht? Was soll das? Auch wichtig: Steam interessiert sich einen Dreck für deutschen Jugendschutz. Sie verkaufen USK 18 und ungeprüfte Titel, die wie USK 18 behandelt werden müssten, ohne Altersprüfung. Das „age gate“ reicht nach deutschen Maßstäben nicht. Postident, Altersverifikation ist das Zauberwort. Dies ist deutschen Jugendschützern schon immer ein Dorn im Auge, sie können nur nichts dagegen tuen. Steam könnte in D auch gleich alles anbieten. Fun fact: in D sind 304 Titel nicht verfügbar auf Steam. Im Rest Europas nur 173 (https://www.steamprices.com/eu/notavailable). Zum größten Teil wegen unsern absurd strengen Jugendschutzes. Warum braucht Deutschland das. Eine Angleichung an die EU ist schon lange überfällig. Unser Sonderweg ist absurd.
4. April 2015 - 20:09
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TheFish789
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21.06.2015 - 20:03
05.08.14
10

Erschreckend wie schlecht die Fakten im Bezug auf das Thema Jugendschutz, Indizierung und Beschlagnahmung recherchiert wurden.

Dann Kommentare zu lesen, in denen Menschen frei sagen, dass wenn der Hersteller einer Ware seine Distribution anders ausgelegt als gewünscht es ok ist die Ware zu raubkopieren ist noch erschreckender.

5. April 2015 - 0:32
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bermuda
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06.12.2017 - 17:25
16.11.13
30

Wie gesagt, ein sehr schwieriges Thema. Es ist schön zu sehen, wie viele Gedanken ihr euch dazu macht!

@TheFish789 kannst du das vielleicht ein bisschen genauer erklären, beziehungsweise die Stellen berichtigen, die nicht richtig recherchiert sein sollen? Dann kann ich ee beim nächsten mal eventuell besser machen ;)

5. April 2015 - 15:22
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Tigerfish
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06.11.2016 - 20:01
26.02.15
28

Oft ist es einfach so das man keine Demos mehr zu spielen bekommt. Wenn ich nicht weiß was ich von einem Spiel halten soll und ich den Tests von Magazinen nicht wirklich vertraue, dann kommt es schon mal vor das ich diese Spiele über Freunde aus sehr zweifelhaften Quellen beziehe. Allerdings kaufe ich mir die Spiele dann oft trotzdem im Nachhinein auf reguläre Art und Weise, wenn sie mir bewiesen haben, das ich das Spiel Lohnenswert finde. Raubkopien sind für mich also mehr eine Testversion, die der Hersteller leider nicht für nötig gehalten hat, denn ich kaufe sehr ungern blind.

5. April 2015 - 19:52
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DKUmaro
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27.08.2015 - 08:52
08.03.15
37

Das Thema Raubkopien ist halt langsam schon etwas durch, auch wenn es immer wieder (meist durch UbiSoft) Aussagen über neue erreichten Grenzen von Downloads auf bekannten Piraterie-Seiten gibt.

Habe vor Notch oft Schwierigkeiten gehabt anderen klar zu machen, dass es eben kein Diebstahl ist und es eigentlich nur eine von der Industrie verwendete Bezeichnung ist, andere anklagen zu dürfen. Ist doch nichts anderes als ein Verbot auf etwas, dass man eigentlich für jeden verteilen könnte. Als würde man verbieten, sein eigenes, gekauftes Brot mit jemanden zu teilen, weil der Bäcker der Meinung ist, die Person, mit dem ich es geteilt habe, würde auch ein ganzen Laib kaufen und dem Bäcker würde ein Käufer durch die Lappen gehen. Total irre, wenn man sich das mal vor Augen hält.

Wenn in Zukunft dann 3D Drucker besser und bequemer werden, will man das dann auch jeden verbieten? Immerhin ist eine sehr, weitertwickelte Version eines 3D Druckers nichts anderes als eine 1:1 Kopiermaschine/Klonmaschine ohne Nachteile.

Ich habe dann bei meinen Beispiele immer eine fiktive Zukunft beim Leser erschaffen. In dem es ein Gerät von der Größe eines Handys, mittlerweile Smartphones, gibt. Das kann dann, wenn man es auf ein Objekt, egal wie groß oder klein, richtet, neben sich eine 1:1 Kopie erschaffen. Als klares Beispiel folgt dann sowas wie: Diebstahl ist es die Schlüssel vom Nachbarn zu stehlen und damit dann sein Auto zu klauen, Raubkopieren wär in der Art, als würde man nur sein Auto und die Schlüssel kopieren und damit rumfahren. Dabei bleibt dem Nachbar sein Auto unberührt. Schienen damals schon wenige richtig zu verstehen. Vielleicht lags, und liegt noch immer, an meiner Formulierung. Die BIlder wie hier (das zweite, kleinere im Absatz Moralfrage), gab es schon damals, schien auch jeder eher als Rechtfertigung zum Kopieren zu sehen, weil man die Definition, die nicht mal von den Piraten kommt, zu ändern. Manche bleiben ja auch bis heute nach wie vor stur bei der Meinung es sei Diebstahl.

Was ich heute eher als Thema sehe und das ist leider nicht so zum Artikel passend (und daher leichter Off-Topic): Keys und Spiele so günstig es nur geht bekommen, sei die Quelle noch so fragwürdig, grauzon-ig legal und selbst wenn man nur ein Cent spart, ist es wert, die eine Seite vor der anderen zu bevorzugen. Ich kenn da in meinem Freundeskreis, die machen sich noch extra die Mühe für VPN und andere Sachen, um ja in ein sonstiges Land wie Mexiko einen Key aus dem Shop zu bekommen. Klar, es ist irgendwo die Rechtfertigung da, weil es gekauft ist und liegt irgendwo in der Grauzone, wird daher keinem ja was passieren. Ich seh aber mal auf die andere Seite, dass die Entwickler, oder andere Leute eventuell zu Schaden kommen und dabei mein ich [füge Lieblingsentwickler ein] und nicht einen sonst recht schäbigen Laden von den eher nur fragwürdige Spiele kommen. Ich sag dann meinen Freunden, die sollen es halt spielen und genießen, aber auf deren Meinung geb ich nix mehr. Diese fällt auf Grund des niedrigen Preises, meist sehr positiv aus, weshalb die nahezu jedes Spiel in den letzten zwei Jahren hochgelobt haben.

Letzten Endes beeinflusst der gesamte Verkauf bzw. alles Digitale die Entwicklung der Spiele und nicht nur die Piraterie und der Vollpreis.

Am Ende noch 'ne leichte Anekdote bzw. Beichte. Ich gehör nicht zu den, die Modern Warfare 2 raubkopiert haben, sondern eher zu denen, die aus hinterwäldlerischen Läden, den Key Pamphlet genommen hat. Es gab in der Umgebung eine kurze Phase, da wussten die Geschäfte und Verkäufer nicht, zu was die da sind und haben es in den leeren Hüllen gelassen, wo normal ja die CDs fehlen, die weggeschlossen sind.

Wenn ich mich heute so ansehe (und meine Steam Bibiliothek und mein Videospielschrank) glaubt man mir fast die Vergangenheit nicht an. :P

Nicht-Videospiel-relevant ist jetzt sowieso erstmal die ganzen Kino-Stream-Seiten, die ja da sind, weil die Filmindustrie irgendwie nicht ganz schafft die englische Version einer Serie oder eines Film weltweit zu veröffentlichen. Da wollen erstmal alle was vom Kuchen haben und so kommt es dazu, dass jeder so aufgeteilt seine Serien auf verschiedene Platformen hat. So eine Situation hatten wir in der Videospielbranche in den 100% Retail-Zeiten, wo manche Spiele noch importiert werden mussten, weil die in Amerika oder Japan blieben und kein Release für Europa zu sehen war.

Könnt Ihr euch heute noch vorstellen auf ein Spiel ein Jahr zu warten, weil die noch übersetzt werden muss und die englische Version nicht legal verfügbar ist? Gibt es fast gar nicht mehr. Sind alles vereinzelte Ausnahmen.

7. April 2015 - 0:17
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Mace
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20.01.2016 - 00:35
15.11.13
62

Interessanter Artikel, v.A. die Lösungsansätzte gefallen mir sehr.

Noch ein Gedankengang:

Es wäre doch mal aufschlussreich zu wissen, aus welcher Altergruppe die meisten Spiele gecrackt werden. So können bessere Rückschlüsse für das Verhalten der Kosumenten gezogen werden. Ist es wirklich der teure Preis der den Taschengeldschüler vor dem Kauf abhält? Ist es die Altersbeschränkung die umgangen wird, z.B. auch legal mit Free to Play Titeln? Was macht diese Gruppe von Personen wenn sie volljährig werden und in Lohn und Brot stehen? WIe hoch ist noch deren Marktanteil, denn weniger Zeit und ändernde Interresen resultieren in lessPlaytime. Gibt es Tendenzen in der Branche, die auf U18 SPieler gezielt setzt und melkt? Deren Kaufquote mag nicht die höchste sein, aber sicherlich die der meisten Ingamezeit.

Fragen und Anregungen für weitere Newsartikel dieser Art:)

7. April 2015 - 16:04
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garciiia
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23.03.2016 - 16:54
11.11.14
91

Ein Spiel illegal zu laden nur weil die hier erhältliche Version geschnitten ist, ist doch Blödsinn. Was kann der Entwickler dafür? Heutzutage sollte es ohne Probleme möglich sein, eine ungeschnittene Fassung zu erhalten. Aber jeder will ja nur den absolut billigsten Preis zahlen. Für die ein oder zwei Spiele die im Jahr hier so arg geschnitten rauskommen, kann man auch mal 15eur mehr zahlen wenn man es unbedingt spielen will.

Es gibt für mich keinen Grund weshalb es unter irgendwelchen Umständen in Ordnung sein soll, ein Spiel illegal zu laden und damit dann zu spielen. Um zu gucken, ob die Gurke von PC das neue Fallout stemmt meinetwegen. Aber dann bitte kaufen wenn es einem gefällt.

7. April 2015 - 23:36
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Bladewing
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03.02.2018 - 11:27
30.07.14
524

garciaSmiles: das Problem ist relativ einfach. Wenn du das geschnittene Spiel über Steam aktivieren musst, bekommst du letztendlich ein Downgrade auf die in Deutschland verfügbare Version oder kannst das Spiel nicht spielen(tritt bspw. bei Keys aus Russland auf). Ich gehe mal stark davon aus, dass es die Dienste Origin, Uplay, etc. genauso halten oder den Key dann einfach verweigern, weil er nicht in deinem Land verkauft wurde. Bei Konsolen würde ich dir zustimmen, denn dann kann man sich auch nicht mit der Hardwarekompatibilität rausreden.

8. April 2015 - 13:09
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pqce
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21.06.2015 - 23:11
08.04.15
7
Was tun gegen die Freibeuter? Wie können sich Spieleentwickler gegen Raubkopierer schützen? In den Zeiten des Internets ist das sicher kein einfaches Unterfangen. Jeder kann mit wenigen Klicks ein Spiel herunterladen, ganz anonym. Doch EA beispielsweise dreht den Spieß um. Onlinezwang sogar im Singleplayer. Der Spieler muss über seinen Account mit dem Server verbunden sein um zu spielen, und das geht nur, wenn er das Spiel rechtmäßig erworben hat. Doch das schreckt wiederum viele ehrliche Spieler ab. Also was tun?
Damit dreht EA leider nicht den Spieß um, sondern gängelt nur die ehrlichen Käufer. Nach maximal 1-2 Wochen nachdem ein Spiel raus ist, gibt es diese illegal runterzuladen. Damit diese Illegalen Kopien dann auch laufen, liegt dem Download ein Crack bei, der das Spiel modifiziert und diese ganzen Sicherheitstools deaktiviert.
8. April 2015 - 19:28
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quickndirty
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24.08.2017 - 10:24
15.11.13
227

Obwohl ich EA seit dem letzten SimCity nichtmehr über den Weg traue und Online Zwang absolut boykottiere, erreichen EA und co genau das was sie wollen. Online Zwang lohnt sich sogar wenn erst nach 1 Woche der Crack draussen ist. Jeder Tag nach dem Release an dem es nicht illegal geladen werden kann lohnt sich enorm für die Studios. Nach nem halben Jahr bis ganzem Jahr patchen sie den Onlinezwang eh raus. Einfach damit sie die Server wieder abschalten können und Geld sparen.

9. April 2015 - 10:36
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Bladewing
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03.02.2018 - 11:27
30.07.14
524

Sorry, aber i ch muss hier ernsthaft widersprechen: die Crews, die an den Cracks arbeiten, brauchen max. 3 Tage, bis sie das neue Spiel auf den illegalen Markt bringen können, nicht eine ganze Woche.

9. April 2015 - 19:51
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Das_Dingomann
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01.06.2015 - 12:49
15.11.13
132

Technisch gesehen hat Notch recht; es ist kein direkter physikalischer Diebstahl. Jedoch geht es meist um den erweiterten Sinn des Diebstahls des Geldes vom Entwickler. Auch wenn niemand eine physikalische Kopie anbanden kommt, wird dennoch dem Entwickler der Kaufpreis vorentahlten. Dies lässt sich auch auf Raubkopien von Musik udn Filmen ausweiten.

Der Entwickler gibt im voraus sehr viel Geld aus, um das Spiel zu produzieren; und hier geht es um das Geistige und Digitale, nicht um die physikalische Kopie. Im nachhinein muss das Geld wieder reingebracht. Das vergessen viele bei dem Vergleich mit dem Auto und dass nichts verschwindet. Dennoch möchten die Entwickler Geld für ihre Leistung haben.

Es ist damit eher vergleichbar mit einem Theatherstück oder mit einer geistigen Erfindungen für die man Aufwand betrieben hat diese zu entwickeln.

Beim Vergleich mit dem Theaterstück geht es viel mehr um die Erfahrung die man macht, denn Daten sind nicht greifbar. D.h. anstatt anständig an der Kasse zu bezahlen, schleicht man sich rein und schaut sich das Theaterstück ohne zu bezahlen an.

Bei einer Entwicklung, hat man auch Arbeit reingesteckt. Nun kommt wer an guckt sich diese ab, bzw. fotografiert diese ab; das Original verbleibt dem Erfinder; und fängt an mit der Erfindung eines anderen Geld zu verdienen.

Dass es kein direkter Diebstahl ist, ist klar; aber dennoch scheint es zumindest für mich nicht richtig zu sein, da man eine Leistung entgegennimmt, die eigentlich Geld kostet.


In der Hobby und Indie Game Dev Scene ist es inzwischen so, dass viele ganz auf Kopierschutzt verzichten und jedem empfehlen darauf zu verzichten. Kopierschutz umzusetzen kostet einfach Geld und Zeit, schränkt meist den ehrlichen Käufer ein und hat meist sehr wenig Effekt. Wie einige ja schon schrieben, kann sogut wie jeder Kopierschutzt umegangen werden. Sollte ein Spiel bekannt werden und ein Interesse an Raubkopien bestehen, so wird der Kopierschutz auch umgangen.

10. April 2015 - 18:17
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DKUmaro
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27.08.2015 - 08:52
08.03.15
37

"Technisch gesehen hat Notch recht; es ist kein direkter physikalischer Diebstahl. Jedoch geht es meist um den erweiterten Sinn des Diebstahls des Geldes vom Entwickler. Auch wenn niemand eine physikalische Kopie anbanden kommt, wird dennoch dem Entwickler der Kaufpreis vorentahlten. Dies lässt sich auch auf Raubkopien von Musik udn Filmen ausweiten.

Der Entwickler gibt im voraus sehr viel Geld aus, um das Spiel zu produzieren; und hier geht es um das Geistige und Digitale, nicht um die physikalische Kopie. Im nachhinein muss das Geld wieder reingebracht. Das vergessen viele bei dem Vergleich mit dem Auto und dass nichts verschwindet. Dennoch möchten die Entwickler Geld für ihre Leistung haben."

@Das_Dingoman

Selbst bei den Filmen merkt, man dass das nicht immer funktioniert (Flops, Amazing Spider-Man 2, 47 Roning etc., mehr gekostet als es eingespielt hat) und manchmal besser als gedacht (Paranormal Activity, selbst nachfolgende Ableger spielen genug um, wegen des geringer Aufwandes). Nur weil die Entwickler denken, sie müssen mit ihrer Arbeit, das wieder zurückbekommen, was wieder reingesteckt wurde, heißt nicht, dass es auch so ist bzw. sein MUSS. Ist, finde ich, schlichtweg falsche Annahmen was da gemacht werden. Manches endet nun mal in einem Flop und das auch, wenn man sich die Piraterie wegrechnet.

Das ist auch die Milchmädchenrechnung die Ubisoft oder andere Publisher ja schon seit Jahren sagen und es einfach nicht stimmt. Durch diese Annahme wäre es aber auch so, das alles was nicht den Preis der Entwickler zu Zeit X entspricht auch eigentlich ein illegales oder einfach dreiste Sache ist (siehe Russen-Keys, günstige Keys durch andere Seite schon zu Release um 20% bis 50% günstiger).

Des weiteren ist der Sinn hinter einem echten Diebstahl meist die eigene Bereicherung. Es wird ja nicht der Ferrari geklaut um damit selber zumzufahren, sondern um den auch zu verkaufen und dadurch Geld zu machen. Die Absichten sind bei Raubkopien nicht an erster Stelle. Es ist meist einfach, weil man es günstiger, oder sogar einfach und "kostenlos" haben kann.

Da kannst du dir sicher sein, wenn man bei mir um die Ecke kostenlos Luxus-Sportwagen anbieten würde, ich, selbst wenn ich kein Fan von Lamborghini und Co. bin, einen nehmen würde und es mal antesten. Einfach weil es so simple und kostenlos ist.

14. April 2015 - 13:17
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Bomber
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30.11.2015 - 20:26
03.08.14
151

Habe vor Notch oft Schwierigkeiten gehabt anderen klar zu machen, dass es eben kein Diebstahl ist und es eigentlich nur eine von der Industrie verwendete Bezeichnung ist, andere anklagen zu dürfen. Ist doch nichts anderes als ein Verbot auf etwas, dass man eigentlich für jeden verteilen könnte. Als würde man verbieten, sein eigenes, gekauftes Brot mit jemanden zu teilen, weil der Bäcker der Meinung ist, die Person, mit dem ich es geteilt habe, würde auch ein ganzen Laib kaufen und dem Bäcker würde ein Käufer durch die Lappen gehen. Total irre, wenn man sich das mal vor Augen hält.

Das ist doch Quatsch.

Wenn du dein Brot mit jemandem teilst, dann schränkst du dich gleichermaßen ein, weil einfach weniger Brot da ist.

Jetzt überleg mal, was wäre, wenn du das Brot einfach kopieren und deinem Freund geben könntest. Irgendwann würde der Bäcker pleite gehen, weil er von den paar Leuten, die mal aus Anstand alle 3 Tage ein Brot kaufen, einfach nicht mehr leben kann.

Dann Kommentare zu lesen, in denen Menschen frei sagen, dass wenn der Hersteller einer Ware seine Distribution anders ausgelegt als gewünscht es ok ist die Ware zu raubkopieren ist noch erschreckender.

Voll meine Meinung.

14. April 2015 - 23:49
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The Hoff
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02.05.2017 - 22:02
18.03.15
16

Es ist traurig das die Hersteller mit immer bescheuerteren Kopierschutz Einfällen nur eines schaffen: Den ehrlichen Käufer zu gängeln. Der Raubkopierer wird nicht abgehalten zu kopieren...nein, der lebt deutlich besser mit seiner Kopie die diese Probleme nicht kennt.

Dabei ist es doch so einfach den Spieler von seinem Produkt zu überzeugen: Man macht einfach ein gutes Spiel. Warum ist Starcraft denn so erfolgreich? Weil es ein gutes Spiel ist das man gerne online spielt. Ähnlich sah es mit COD aus. Der Multiplayer war gut und ein triftiger Grund sich Jahr für Jahr das Spiel neu zu kaufen. Selbst bei so Updatespielen wie FIFA funktioniert das doch einwandfrei.

Ich bin nicht der typische Spieler, ich bin ein Sammler. Ich sammel gute Spiele, spiele sie gern mehrmals. Final Fantasy VII habe ich nun zum 4. Mal gekauft (Playstation, PC, PSX und nun wieder für den PC via Steam weil die alte Version nicht mehr läuft). Auch das hätte ich raubkopieren können, aber ich wollte es besitzen weil es ein gutes Spiel ist. Genau so wie die Bioshocks mit denen ich viel Freude hatte oder Indy Perlen wie Cave Story (das ich neben der Steam Version auch für den 3DS besitze) oder Dont Starve. Gleiches gilt für die Borderland Spiele. Das solche Spiele trotz Warez Szene immer noch gut laufen, beweißt doch das gute Spiele sich IMMER durchsetzen.

16. Mai 2015 - 22:33
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Poison
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07.08.2018 - 15:27
26.02.15
37

Hi,

ich für meinen Teil mache das ganz anders. Da ich nicht so viel Geld habe, auch nicht für meine hardware, kaufe ich mir immer spiele die 10€ bis 20€ kosten. Denn diese sind zuende gepatcht, haben einen niedriegere Hardwareanforderrung und kosten erheblich weniger. Mein system ist ein AMD x4, 4GB Ram und eine ATI 7770. Mir reicht es vollkommen aus, der rechner ist jetzt knapp 3 Jahre alt, alle spiele die 10€-20€ kosten laufen auf mein system. Ich brauche kein High End system. Schone mein Geldbeutel und ausserdem las ich hier ganz viel, das man nicht weiss, ob einem das Spiel gefallen würde. Naja, dafür gibts ja unendliche Lets player, man kann sich die spiele angucken, klar wird man gespoilert aber lieber dann so, als illegal irgendwas runterladen. Dies ist mein PC-Lebensstil, ich schone mein Geldbeutel und habe für mich eine Lösung gefunden. Greetz Poison

10. November 2015 - 0:40
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Overmind
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21.11.2015 - 19:04
10.11.15
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Ich denke ist ein selbstgemachtes Problem der Entwickler.

1. Die Preise die in nicht mehr angemessene Höhen geschossen sind.

2. Unfertig Spiele. Danke Ubisoft und EA.

3. Die Schikane die man als ehrlicher Käufer ertragen muss, weil ein paar Leute nicht ganz legal das Spiel erlangt haben. Onlinezwang macht einen bei der Community nicht so beliebt.......

4.Ein weiterer Punkt die DLCs die überteuert mit schlechten Inhalten auf den Markt geworfen werden und häufig auch noch neue Bugs mit sich bringen.

So ist es jetzt kein Wunder wenn der eine oder andere für das neue DLC von z.B. Pay Day mit einer neuen Mission nicht 20€ zahlt.