Computerspielsucht - Ein wachsendes Problem

Ein Tabubruch? Was macht die Sucht aus und wie erkennt man sie? Lest es hier!

Moritz | Cranium 22.04.15

Jeder kennt das Thema, doch darüber reden will man nicht wirklich. Zu häufig wird man selbst als „süchtig“ von den Mitmenschen abgestempelt oder mit wirklich kranken Menschen in eine Schublade gesteckt. Zudem wird die Computerspielsucht noch als Tabuthema behandelt. Der Autor dieses Artikels hat lange Zeit beruflich auf einer Suchtstation gearbeitet und versucht euch nun das Thema etwas näher zu bringen.

Die Sucht

Jeder von uns kennt sie: Süchte. Raucher sind süchtig, doch diese Alltagsdrogen sind uns inzwischen so bekannt, dass diese nicht mehr wirklich schockieren oder für Aufsehen sorgen. Bei dem Thema Sucht unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten. Zum einen haben wir mit der Substanzgebundenen Sucht die am weitesten verbreitete. Dabei nimmt der Mensch Substanzen auf, die ihm das Gefühl von Glück und Geborgenheit geben. Bei dieser Art von Sucht wird der Geist und Körper des Abhängigen in Mitleidenschaft gezogen.

Mit den Substanzungebundenen Süchten näheren wir uns dem Bereich der Internet- und Computerspielsucht an. Hierbei werden Zwänge und Abhängigkeiten von bestimmten Aktionen oder Handlungen ohne vernünftige Motivation benannt. Hier ist eher weniger mit körperlichen Schäden zu rechnen, sondern eher mit geistigen Verkümmerungen und sozialem Rückzug.

Bei beiden Arten der Sucht gibt es spezifische Symptome und Verhaltensmuster des Betroffenen, die sich über einen Zeitraum immer mehr in den Vordergrund stellen. Zu den wichtigsten Symptomen gehören :

  • Gedankliche Eingenommenheit
  • Entzugssymptome
  • Toleranzentwicklung
  • Fehlende Kontrolle
  • Interessenverlust
  • Exzessive Nutzung
  • Vertuschen
  • Flucht

Bei dem Erscheinen von neuen Spielen haben sicher die meisten Spieler den Punkt der exzessiven Nutzung erfüllt. Damit nicht sofort jeder als süchtig angesehen wird, müssen die Symptome mindestens 12 Monate bestehen. Dies setzte die „American Psychatric Association“ im Juni 2007 fest. Dieser Standard hat sich auf der Welt etabliert und ist auch der Leitfaden in den Kliniken und Einrichtungen zur Suchtbehandlung.

Der Spezielle Fall der Computerspielsucht

Natürlich wollen wir uns noch genauer mit dem Bereich der Computer- und Internetsucht befassen. Typisches Beispiel für Sucht ist das MMORPG „World of Warcraft“ von Blizzard. Häufiger in den Nachrichten schon aufgetaucht, hat sich das Spiel als Suchtauslöser in den Köpfen vieler Menschen etabliert. Denn der Süchtige braucht Glücksgefühle um seine Sucht zu stillen. Bei WoW werden die Spieler mit dem Erfüllen von Quests und anderen Aufgaben mit XP, Gold oder Gear belohnt. Dies löst bei dem "Patienten" eine Art Rausch aus, die sich am besten mit dem des Drogenrausches beschreiben lässt. Er will mehr.

So beginnt ein Teufelskreis, der sich ohne fremde Hilfe kaum durchbrechen lässt. Während meiner Zeit als Pfleger auf der Suchtstation kam es vor, dass sich Patienten in der Aufnahme einfanden, die ihr komplettes Leben über Bord geworfen haben um das Spiel zu spielen. In einem besonders schweren Fall hatte sich ein Patient während einer 48-stündigen Dauersession in WoW herunter gehungert und war mit Ohnmachtsanfällen von seinen Eltern gefunden worden. Der junge Mann war erst 16 Jahre alt.

Viele sehen hier die Eltern in der Pflicht. Denn wer sonst kann das Spielverhalten des Kindes am besten Beobachten, als das enge Umfeld. Leider ist dies sehr schwer zu kontrollieren, da die meisten Eltern mit dem Erwachsenwerden der Kinder zurück ins Berufsleben gehen und sich in Sicherheit wiegen. Den Publishern der Spiele ist nur schwer ein Vorwurf zu machen, denn sie müssen ihre wirtschaftlichen Interessen hegen. Zwar wird in den meisten Spielen per Ladebildschirm oder Pop-Up Nachricht auf die Online Zeit hingewiesen, doch es hat noch kein Hersteller wirklich gewagt, den Zugang zum Spiel für bestimmte Zeit zu entziehen.

Im Land des eSports kämpft die Regierung schon seit Jahren mit Computerspielsucht. Eine Studie der National Information Society Agency von 2010 zeigte, dass acht Prozent der Menschen in Süd Korea zwischen 9 und 39 Jahren internetsüchtig sind. Davon stammen 14 Prozent aus dem Bereich der Kinder zwischen 9 und 12 Jahren. Deshalb bekommen Spieler in Korea auch bei Blizzard eine einmalige Nummer für ihren Account. Damit können Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 6 Uhr nicht online oder offline ihre Spiele spielen. Der Protest war sehr groß, da der eSport sehr lukrativ in Korea ist. So kommt es immerhäufiger vor, dass sich die Eltern des Problems annehmen indem sie ihren Kindern die Accounts von sich selber geben um so die Sperre zu umgehen.

Die Intention hinter dieser Regelung ist klar, Kindern und Jugendlichen soll der maßvolle Umgang mit dem Medium Computer und Internet gelehrt werden. Leider verlieren viele der Spieler die Kontrolle über ihr Verhalten während sie in den „PC Bang“ genannten Internetcafés ihrer Lust frönen.

Am Anfang haben wir eine der möglichen Ursachen genannt, neben der Sucht durch Belohnung streiten sich die Mediziner und Psychologen in anderen Ursachen vehement. So wird auch von einer „Mutter – Spieler“ Beziehung gesprochen, in der das Spiel den Vormund ersetzt und für den Spieler eine Art Mutter ist. Bei ihr fühlt er sich geborgen und sicher. So konnte ich während der Zeit auf Station beobachten, wie viele Süchtige in den ersten Tagen ein großes Misstrauen gegenüber allem entwickelten. Die Zeit am PC wurde ihnen Schritt für Schritt eingeschränkt, erst mit langer und geduldiger Therapie konnte der wahre Grund für die meisten Süchte erkannt werden.

Natürlich haben wir auch im Bereich der Computerspiel-und Internetsucht untergeordnete Fächer. So gibt es Abwandlungen in Form von „Pornosucht“ . Dort ist es die sexuelle Erregung, die Menschen dazu veranlasst den kompletten Tag pornographische Inhalte zu konsumieren. Auch hier spielen soziale und persönliche Merkmale eine große Rolle.

Computerspielsucht Extrem

Wer kennt die Schlagzeilen nicht: „ Mann stirbt nach 50 Stunden ununterbrochenem Zocken!“ Mit diesen flachen Aussagen wird das Spielverhalten von Einzelpersonen in der Presse zerrissen. Natürlich gibt es die wirklich grenzwertigen Fälle. Doch bisher sind nur eine Handvoll Personen an suchthaftem Computerspielen gestorben. Wohl das unglaublichste Beispiel kommt aus China: Dort starb 2007 ein junger Chinese nach 15(!) Tagen durchgängigem Zocken. Die Umstände hätten damals nicht unglücklicher sein können. Denn der Junge Lehrer Xu Yan war in den Schulferien gelangweilt, da alle Geschäfte geschlossen hatten und seine sozialen Kontakte rar waren. So stürzte er sich in die Online Spielewelt und verbrachte darin mehr als zwei Wochen. Diese wurden nur vom gelegentlichen Toilettengang und der Essensbeschaffung unterbrochen. Er wurde am 15. Tag bewusstlos, da er vergaß zu Essen und Trinken. Er war einfach in dem Spiel gefangen und konnte sich aus diesem nicht lösen. Er starb im Krankenhaus an Kreislaufversagen und löste eine weltweite Debatte über das Verhalten von Videospielern aus. Quelle: PCAuthority

Natürlich kursieren auf YouTube so einige Videos von jungen Spielern, die von den Eltern glücklicherweise gehindert werden sich nur noch mit dem Spiel zu beschäftigen. Eines der bekanntesten findet ihr hier. Beobachten kann man in diesen Videos sehr gut die Entzugssymptome, kurz nachdem sich die Eltern entschieden haben das Spielen zu verbieten. Zwar wird das Video mit großer Wahrscheinlichkeit gestellt sein, doch es ist nah an der Realität.

Wir haben das Ende unserer ersten Ausgabe zum Thema Sucht erreicht. In der nächsten sprechen wir über die Behandlung und die öffentliche Wahrnehmung. Falls ihr euch unsicher fühlt und mit jemandem reden möchtet, so erreicht ihr mich immer per PN.

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Autor: Moritz | Cranium

Moritz, 21 Jahre und aus dem wunderschönen Schwabenland. Inzwischen CS:GO Suchti und Fanatic Fanboy. #TeamWawu

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22. April 2015 - 19:36
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Rasmus028
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30.03.2017 - 22:20
25.02.15
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Komisch, dass man auch immer denkt, dass so etwas einen Selbst nie treffen kann. (Zumindestens ging es mir so)laugh

Erst im Nachhinein merkt man eigentlich, wie lange man vor dem Computer sitzt. Musste deshalb auch damals eine Klassenstufe wiederholen....Naja gut aus Fehlern lernt man. Wenn ich merke, ich sitze wieder zu lange vor einem Spiel, dann deinstalliere ich es sofort für ein paar Wochen-Monate.

22. April 2015 - 20:03
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ihatecrocodils
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22.04.2015 - 20:03
15.11.13
17

Sehr schöner Beitrag :)

22. April 2015 - 21:21
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ChrizMoh
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09.02.2017 - 21:05
07.04.15
21

Vorbildlich, dass ihr euch ebenfalls ausführlich mit Themen auseinandersetzt, die sich, neben des Daddelns, mit negativen Begleiterscheinungen befassen. Leidenschaftliches Zocken ist meist schwieriger zu kontrollieren als Löwen auf Ecstasy. Gut, dass es Einrichtungen gibt, die die Menschen wieder ins "normale" Leben zurückholen.

Danke, für die gehaltvolle News. Freu mich schon auf die Fortsetzung, Cranium.

22. April 2015 - 23:19
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Zahard
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15.04.2018 - 18:31
26.11.13
189

Sehr gut geschrieben, wobei ich gern noch mehr persönliche Erfahrungen von dir gehört hätte.

Zum Video am Ende: SO würde ich auch reagieren wenn jemand meine Games-Sammlung zerstören wurde, auch wenn ich das "Ich such mir keinen Job"-Gehabe dumm finde. Trotzdem absoluter Horror der das Herz zerreißt.

23. April 2015 - 0:54
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Hmpf
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15.01.2017 - 13:14
07.05.14
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> Den Publishern der Spiele ist nur schwer ein Vorwurf zu machen, denn sie müssen ihre wirtschaftlichen Interessen hegen. Ziemlich seltsame Argumentation, meinst du nicht? Ersetze das Wort Publisher mal durch Dealer/Mafiosi/Drogenbaron/Warlord oder was dir sonst noch in die Richtung einfällt. Wenn man wirtschaftliche Interessen als Ultima Ratio zulässt kann man alles rechtfertigen.
23. April 2015 - 2:29
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Quisl
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19.01.2017 - 11:36
19.02.15
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@Video: Mit Steam/Origin/Battlenet etc. wäre das nicht passiert. ;)

23. April 2015 - 11:06
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Noob4U
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18.02.2016 - 07:57
11.04.14
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Sehr schöner Artikel.

Aber ein paar Fragen bleiben offen. Zum Beispiel sollte geklärt werden, ab wann man Süchtig ist. Ist man süchtig, wenn

1. man z.B. jeden Tag 1 Stunde Computerspiele 2. 15 Tage durchzockt, bis man ein Kreislaufkollaps hat - und davor wenig bis gar nicht gezockt hat 3. sich die Gedanken nur noch ums Spielen drehen und desinteresse im Real Life einschleicht 4. jeden Tag aus Spaß mit Freunden zockt (spricht gegen die Isolation) - manche treiben jeden Tag Sport mit Freunden

Alleine schon zu definieren, ob jemand Computersüchtig ist - und somit Krank - ist schon schwer zu erkennen. LG Noob4u

23. April 2015 - 11:43
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Zahard
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15.04.2018 - 18:31
26.11.13
189

Suchtverhalten ist extrem individuell und da hat auch jeder seine eigene Grenze. Manche können jeden Tag 10 Stunden davor sitzen und sind nicht süchtig, weil sie es einfach von 100% auf 0% runterfahren können wenn, zum Beispiel, die Prüfungszeit ansteht. Sucht beginnt dann, wenn andere Sachen vernachlässigt werden und der Konsum von Videospielen zwanghaft wird. Wenn also nicht mehr das Leben an erster Stelle steht, sondern das Zocken.

23. April 2015 - 15:48
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Cranium
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29.10.2017 - 08:59
15.11.13
205

Erstmal danke für all die warmen Worte. Ich verweise auf den kommenden zweiten Teil des Artikels in denen ich die meisten Fragen beantworten werde. Besonders auf die Fragen von dir Noob4U wird es antworten geben.

Ziemlich seltsame Argumentation, meinst du nicht? Ersetze das Wort Publisher mal durch Dealer/Mafiosi/Drogenbaron/Warlord oder was dir sonst noch in die Richtung einfällt. Wenn man wirtschaftliche Interessen als Ultima Ratio zulässt kann man alles rechtfertigen.

Nun aber so ist es leider. Glücklicherweise befinden wir uns aber auf der legalen Seite und müssen uns nicht mit Dealern und Co. befassen. Ein Publisher wäre kein Publisher wenn es ihm nicht ums Geld gehe.

23. April 2015 - 19:25
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paczilla123
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09.04.2016 - 19:12
09.03.15
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Sehr interessant bin schon gespannt auf deinen nächsten Beitrag

24. April 2015 - 12:00
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Gerrit
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15.01.2017 - 19:44
13.05.14
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Schön, dass das Thema hier sehr differenziert beleuchtet wird. ich bin gespannt auf die nächsten Schwerpunktsetzungen. Der Satz "Den Publishern der Spiele ist nur schwer ein Vorwurf zu machen, denn sie müssen ihre wirtschaftlichen Interessen hegen." finde ich allerdings etwas unglücklich. Natürlich müssen Unternehmen zwangsläufig wirtschaftlich denken und Gewinninteressen verfolgen. Aber daneben besitzen sie immer auch eine soziale Verantwortung, der sich gerade transnationale agierende Konzerne aber mit Verweis auf national unterschieldiche Gesetzgebeung gerne entziehen. Im Falle von Blizzard finde ich es schon legitim zu fragen: Implementieren die Hersteller bewusst suchtfördende Elemente in ihre Spiele und riskieren wissentlich die Gesundheit ihrer Kunden, um ihre zahlende Kunden möglichst lange an ihr Produkt zu binden? Wenn ich mir WoW oder Diablo betrachte, würde ich sagen: Ja.
24. April 2015 - 16:55
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Bladewing
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03.02.2018 - 11:27
30.07.14
524

Ich habe mich letztes Jahr mehrfach mit Therapeuten unterhalten, da sich meine Eltern sorgen machten. Ich hoffe vor allem, dass Noob4U das hier liest, dann wird ihm nämlich klar, dass es eigentlich keine Antworten auf seine Fragen gibt. Unter anderem wurde bei mir diagnostiziert: Depression, soziale Isolation, Computersucht, Spielsucht(im Sinne von PC-Games) und alles auf einem Grad, an dem man mich stationär behandeln sollte, weil es die höhere Erfolgschance hat.

Nun, wie kamen diese Menschen zu dieser Auffassung: ich erzählte ihnen, dass ich seit gut 2 Jahren auf Jobsuche bin und die meiste Zeit am PC verbringe. Dabei spiele ich aber nicht nur, sondern ich bilde mich weiter, was PC-Technik betrifft(Wasserkühlung könnte ich zum Beispiel zusammenbauen) und informiere mich über aktuelle Themen. Trotzdem bin ich halt von morgens bis abends am PC, da ich einfach kein Sportmensch bin und auch nicht sonderlich viele Freunde habe. Ich habe aber auch immer betont, dass ich, sofern mir die Wahl bleibt, ich mich für andere Aktivitäten entscheide. Und das macht für mich auch klar den Unterschied aus, weshalb ich keine Abhängigkeit sehe.

29. April 2015 - 9:04
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pulzarrr
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24.02.2018 - 11:42
29.04.15
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Hey Leute!

Also ich war total geschockt von dem Video.. Meine Güte das geht ja hochher. Ich kann mich noch sehr gut an frühere Zeiten erinnern als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe. Es gab immer wieder Stress, auch gerade wegen der Zockerei. Aber glücklicherweise war mein Vater nicht so ein Hillbilly.

Ich glaube das wichtigste ist das man einen Job hat. Ich habe stehts irgentwas am laufen gehabt, wenn auch mit mäßigem Erfolg. Ich denke ich werde bald einen Durchbruch auf dem Gebiet haben und endlich den Job ausüber, der mir Freude bereitet (was man auch mit "ich finds hoffentlich nicht wieder voll beschissen" übersetzen könnte).

der pulzarrr

16. Mai 2015 - 22:12
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Poison
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07.08.2018 - 15:27
26.02.15
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Hi,

leider leide ich auch an PC-Sucht. Aber eigentlich sitze ich nur hier vor und weiss ehrlich gesagt nicht was ich machen könnte. Ich schrieb ja schon mehrmals in meinen "Tagebuch eines Noobs" das ich ein Handicap habe und zwar soziale Phobie. Auch sehr leicht kann man mich "falsch" werten, wenn man mich am Anfang kennen lernt, es ist nämlich eine krankhafte Schüchterneheit und Wertung und Kritik ist ein Bestandteil der Krankheit somit ist es im Artikel nur von der PC Sucht die rede, leider wird hier nicht genau hinterfragt, denn die PC Sucht ist in meinem Fall ein "Nebenprodukt" denn alles was nicht in meiner Wohnung ist, kann ich so gut wie nicht machen, aus Scharm/Angst. Ich arbeite jetzt seit ca 12 Jahren an mir, bin 31 Jahre alt und geh jetzt seit 1 Jahr zur Arbeitstherapie, leider wurde ich auch schon berentet, so das ich sehr schwer habe überhaupt aus dem "Sumpf" zu kommen. Ich werde jetzt bald im LT24 aufgenommen, da lerne ich dann 6-8 Stunden täglich meine Grenzen erfahren, denn ich möchte unbedingt noch eine Ausbildung machen, vllt Hilfskoch/Koch. Ich liebe alles was mit Hauswirtschaften zu tun hat. Jetzt bin ich im LT 22, da gibt es auch therapeutische Ansätze und ich habe jetzt auch ein sozialcoach der mir schritt für schritt alles "beibringt". Das Problem ist ja auch,d as ich mich wie ein 16 jähriger "verhalte". Nicht so wie die Kiddies heute sondern naja unreif, nicht wie 31, ich wirke leider so aber das kommt halt davon, das sind so "Nebenwirkungen" einer sozialen Phobie. Dies habe ich schon sein meiner Kindheit. Keiner konnte es sehen nur ich wusste schon immer das ich "anders" bin. Ich fühle mich in dieser Gesellschafft wie ein Alien. Ich wollte es nur mal hier so los werden, weil ich mich "Angegriffen" fühle bei dem Thema "PC-Sucht". Bei mir ist es irgendwie anders, ich weiss irgendwie nicht, was ich machen soll, der PC war immer mein begleiter und ich glaube, er wird es auch immer bleiben. Es ist sehr schwer wenn man seit 25 Jahre vor dem PC sitzt. seit meinem 7. Lebensjahr. Wie gesagt, wollte es nur los werden, weil es viele aspekte der PC-Sucht gibt. Wer möchte kann mich per pn anschreiben wer noch fragen an, vllt traut sich der ein oder andere nicht sich da drüber zu unterhalten. Wir sind hier eine Community, wir helfen uns hier gegenseitig. Ich bin zwar immer noch Bronze spieler und leider komme ich zur Zeit nicht zum spielen, wegen auch meiner Angst und Panikstörrung (24 Stunden Angst, ohne Gründe) so das ich immer noch eine Pause mache, leider. Greetz Poison