Frauen im eSport - Probleme

Mehr Frauen braucht das gelobte eSport-Land!

Tina | Noxxey 05.02.15

Frauen an die Macht! Macht sauber, macht Essen, macht... eSport?

Immer mehr weibliche Gamer stoßen in die Reihen der männerdominierten Onlinekämpfe vor. Generell scheint Gaming immer mehr das Interesse des weiblichen Geschlechts zu erwecken. Je nach Spieletitel findet man sogar rein weibliche Turniere, in denen Frauen unter sich den Gewinner ausmachen.

Laut einer aktuellen Statistik der ESA (Entertainmen software association) seien 48% aller Gamer weiblich. Dass jedoch auch bekannte Facebook-Spiele wie Candy Crush und Farmville mit in diese Statistik einfließen, wird nicht erwähnt.

Wer Spiele wie Starcraft II oder Dota 2 spielt, wird die deutlich geringere Frauenquote sicherlich bemerkt haben - die bekannten weiblichen Progamer lassen sich beinahe an zwei Händen abzählen. Bei Dota 2 liegt der Anteil des weiblichen Geschlechts sogar nur bei 3%.

No Girls Allowed

Auf Grund der geringen Frauenquote bringt das Thema Frauen im Gaming einige Probleme mit sich. Scheinbar wissen einige Gamer nicht mit dem ungewohnten weiblichen Wesen umzugehen. Eines der besten Beispiele dafür ist der #GamerGate-Skandal, der zu weltweiten Diskussionen und Debatten führt.

Und immer wenn es zum Thema Gender kommt, sind Dramen und Skandale nicht fern: Im Juli 2014 sorgte beispielsweise ein finnisches Offline-Event für Aufregung. Dort wurde es Frauen nicht gestattet, am Hearthstone Turnier teilzunehmen. Dadurch sollten "mögliche Konflikte" vermieden werden. Wer hier das Bild der 10-jährigen Jungen in ihrem Baumhaus mit dem "No Girls Allowed"-Schild vor Augen hat, liegt gar nichtmal so falsch. Denn nicht nur vom Hearthstone-Turnier wurden Frauen ausgeschlossen, sondern auch von Dota 2 und Ultra Street Fighter IV. Zusätzlich wurde das Starcraft-Turnier unterteilt.

Die ieSF (The international e-Sports Federation) möchte den e-Sport zu einer richtigen Sportart etablieren. Sie begründeten ihre Entscheidungen damit, dass die Unterteilung von Männern und Frauen beim richtigen Sport genau so vorzufinden sei. Dass im eSport jedoch körperliche Vor- und Nachteile keine Rolle spielen, wurde in diesem Falle gekonnt ignoriert. Zum Glück aller protestierte die Community lautstark. Deswegen zog die ieSF ihre Entscheidungen zurück. Dadurch waren die Turniere für alle zugänglich, egal ob Mann oder Frau. Zusätzlich entschieden sie sich für ein Starcraft II und Tekken-Tag Tournament nur für Frauen. Dabei stellt sich jedoch die Frage, wieso diese Art von Turnier überhaupt noch ausgetragen wird. Die ieSF erklärte, dass sie durch die female-only-Turniere die Frauenquote im eSport steigern möchten - auch im Schach wird dies so ausgeführt. Wie sinnvoll es aber wirklich ist, als Frauen unter sich zu bleiben anstatt sich zu integrieren, sei mal dahin gestellt. Der Schritt in die richtige Richtung muss auf jeden Fall von beiden Parteien ausgehen.

MAD-delisk

Ein weiteres Drama spielte sich Ende November 2014 ab. Der ukrainische Terran-Spieler Mihaylo „Kas“ Hayda sollte im Fragbite-Masters-Turnier gegen die Schwedin Madeleine „MaddeLisk“ Leander antreten. Kas twitterte "Going to rape some girl soon" mit dem Hashtag #Fragbitemasters. Daraufhin äußerte Maddelisk, dass Witze über Vergewaltigungen nicht lustig seien. Obwohl Kas den Tweet sofort löschte und sich auch entschuldigte, disqualifizierte Fragbite Masters ihn vom Turnier.

Diese Aktion sorgte natürlich für reichlich Diskussionsstoff in beiden Lagern. Kas wurde vorgeworfen, dass solche Äußerungen einfach nicht passieren dürfen. Maddelisk hingegen durfte sich Kritik gegenüber ihrer Reaktion anhören. Obwohl Kas sich entschuldigte, lies Maddelisk es nicht darauf beruhen.
Daraufhin folgten unter anderem solche Tweets:

Selbst der Progamer Silviu „NightEnD“ Lazar äußerte sich alles andere als professionell zu dem Thema, in dem er an Maddelisk schrieb:

Im Endeffekt entflammte eine lebhafte Diskussion darüber, wie man mit Frauen im Gaming umgehen soll. Einige männliche User waren der Meinung, dass wenn Frauen im eSport akzeptiert werden wollen, sie Kommentare wie diese abkönnen müssen. Ist dem auch so? Oder sollte man einfach die Grenzen des Gegenübers respektieren? Und wenn ja, wo liegt diese Grenze?

Fragen über Fragen. Viele behaupten auch, Frauen jetzt nicht mehr ernstnehmen zu können. Die Debatte um Maddelisk und das Image der Frau ist umstritten. Dennoch gibt es genügend Beispiele, die das Rollenbild der Frau nicht gerade fördern sondern eher gnadenlos zu Boden reißen, darauf einschlagen und noch einmal hinterher treten.

I'm a Siren

Jeder, der in der League-of-Legends-Szene aktiv ist oder auch einfach auf Reddit surft, hat schonmal etwas von ihnen gehört: Team Siren.

Anstatt den Fokus auf Skill zu legen, wird direkt in den ersten Sekunden des Videos eins deutlich: Das Team reduziert sich stark auf das Geschlecht.

Dass Frauen gerade durch ihre Unterrepräsentation mehr Aufmerksamkeit bekommen, ist kein Geheimnis. Doch ist es wirklich nötig, ihr Geschlecht so auszuschlachten? Das Feedback zu dem Video war, wie zu erwarten, durchweg negativ. Denn Siren präsentieren sich wie die typischen Gamer Gurls- und das ist definiv kein Schritt in die richtige Richtung. Die meisten Frauen wollen aufgrund ihres Skills in der Szene ernstgenommen werden und nicht wegen ihrer Brüste. Doch Team Siren ist das beste Beispiel dafür, wie einfach es ist, all seinen Respekt im eSport zu verlieren. Und seien wir doch mal ehrlich, sich als "First All-Female Team" zu bezeichnen, ist nicht gerade die beste Marketing-Strategie.

Doch wie sieht es eigentlich aus der Sicht eines Mannes aus? Wollen Männer überhaupt mehr Frauen im eSport? Um die Thematik auch aus der männlichen Perspektive zu beleuchten, stellten wir diese Frage unserem Redakteur Zahard:

Die Frage ist eigentlich nicht, ob Männer Frauen im eSport wollen, sondern in welcher Art sie die Frauen wollen. Da Online-Gaming bisher so gut wie immer männlich dominiert ist, war der Umgangston auch dem entsprechend rau und mitunter auch sexistisch. Wenn Frauen jetzt in diese Umgebung vordringen, ist die Frage, wie sie damit umgehen und genau hier sind vor allem sie selbst gefragt.

Die Männer wollen ihr Verhalten nicht unbedingt ändern und haben Angst, dass ein steigender Anteil des weiblichen Geschlechts dies aber erzwingen könnte. Daher seh ich hier beide Geschlechter in der Pflicht ein Miteinander zu ermöglichen. Wenn die Frauen den gelegentlichen Sexismus ertragen und die Männer dafür hinter diesen meist spaßig gemeinten Kommentaren offen bleiben, steht dem gemeinsamem Online-Erlebnis nichts im Wege. Die Frage nach Trennung auf Offline-Turnieren stellt sich für mich nicht, da Skill geschlechtsunabhängig ist.

Letzten Endes sind wir doch alle gefragt, um die noch vorherrschenden Probleme im eSport zu beseitigen. Doch dafür braucht das gelobte eSport-Land erst einmal mehr Frauen, die man nicht mit Samthandschuhen anfassen muss. Erst dann ist der eSport in der Lage, sich als richtige Sportart durchzusetzen.

In solchen kontroversen Themen seid vor allem ihr gefragt: Wie denkt ihr über diese ganze Sache?

Bild des Benutzers Noxxey

Autor: Tina | Noxxey

Mein Name ist Tina und falls Ihr diesen Text gerade lest, habt Ihr wahrscheinlich einen meiner alten Artikel rausgekramt. Seit 2014 war ich als Redakteurin und Head of Social Media bei Bonjwa tätig und habe das Team mit meiner quirligen Art bereichert. Mitte 2016 musste ich das Projekt jedoch schweren Herzens verlassen, um mit meinen kreativen Texten über computerspielende Jungs woanders mein veganes Bio-Mittagessen zu verdienen. Ansonsten bin ich ein riesen Star Wars-Fan und verbringe viel zu viel Zeit damit, meine Mahlzeiten über diverse soziale Netzwerke zu verbreiten.

5. Februar 2015 - 20:07
Bild des Benutzers Lagerraumeis
Lagerraumeis
Benutzer
Offline
19.09.2015 - 23:12
15.11.13
317

Dieses Geschlechts Mimimi gibts doch überall, meine Meinung: Wer zocken will soll es doch tun, mir egal welches Geschlecht, auch wenn Frauen die eindeutige Minderheit sind sollen sie doch in Tournaments mitmachen. In Tournaments kommt der weiter der mehr Skill hat. Dafür ziehen allerdings die Frauen viel mehr aufmerksamkeit auf sich (bezogen auf Streamerinnen), ich selbst gucke mir eigentlich nur Leute mit Skill an.

Manche Frauen nutzen die Männer etwas aus und ziehen den Männern mit Donations das Geld aus der Tasche (bezogen auf die "Porno-Streamerinnen).

Allerdings ist das nicht die mehrheit, es gibt auch das komplette gegenteil. mYi QueenE oder kaitlyn zum Beispiel. Ich gucke kaitlyn sehr oft, einfach da ich etwas bei ihr lernen kann, diese Frauen haben Skill. Sie stecken so viel Leidenschaft in Starcraft das sie es auf einem sehr hohen Niveau spielen können.

Frauen sollten meiner Ansicht nach einfach gleichgestellt werden, behandelt wie alle anderen auch. Denn im eSport setzt sich nur der durch der am besten ist.

Sorry wenn das vielleicht etwas lang geraten ist :)

Edit:

Zum Thema Maddelisk - Kas:

Maddelisk soll sich mal nicht so anstellen -.-

5. Februar 2015 - 20:42
Bild des Benutzers Ekkman
Ekkman
Benutzer
Offline
23.10.2016 - 22:46
13.12.13
35

Zum thema Maddelisk - Kas: Sie hat reagiert, er hat gut reagiert indem er den Post löschte. Eigentlich könnte hier alles okay sein. Wenn man jetzt drüber steht wars das. Voll gut hätt ich ja gefunden, wenn SIE dem Ausschluss Kas' widersprochen hätte und gegen ihn angetreten wäre. Das hätte beiden eigentlich Sympathie eingetragen. Sie war stark und hat etwas benannt, er hat den Fehler eingesehen. Gut ist.

Zum Artikel: Wie verhält es sich denn auf einer Baustelle? Werden die Männer plötzlich mit ihrem Ton aufhören? Eher nicht. eSport ist nun mal ein "Männerberuf" - bisher. Da ist der Jargon entsprechend. Dennoch können sich auch Männer zurücknehmen, wenn sie auf eine Frau treffen, einen "Vergewaltigungswitz" muss ich da nicht bringen, kann ich eine Runde später machen, wenn ich auf einen Mann treffe. Oh. Dann wäre er ja gar nicht mehr so witzig... sollte derjenige mal drüber nachdenken.

Ich würde aber schon sagen, dass man, wenn man in die Männerdomäne eSport geht, eben mit einigen "männlichen" Witzen umgehen sollte. Und je besser ich das schaffe und diese Sprüche dann mit Skill beantworte, desto eher schaffe ich mir Aktzeptanz.

Es gibt ja unzählige Frauen, die in Männerdomänen eingedrungen sind. All die durften keine zimperlichen sein. Wer das ist, wird es nicht schaffen. Und die Frauen werden (zumindest wenn man in die Vergangeheit schaut) mehr leisten müssen, als ihre männlichen Kollegen, wenn sie gleiche Popularität erreichen wollen. Und dann wird es irgendwann mal normal sein. So wie es jetzt auch Ärztinnen gibt und das keiner hinterfragt. Das war vor 100 Jahren noch undenkbar.

5. Februar 2015 - 21:21
Bild des Benutzers Muffinman
Muffinman
Core
Offline
25.04.2018 - 22:07
15.11.13
370

Zum Thema Maddelisk - Kas:

Er hat was blödes getan und sie hat richtig reagiert. Das er daraufhin disqualifiziert wurde ist blöd gelaufen aber durchaus nachvollziehbar.

Zum Team Siren Video:

Ich bin mir nicht sicher was genau an dem Video so schlimm ist, bzw. wo da auf das Geschlecht reduziert wird. Für mich eine Vorstellung eines LoL Teams, keine besonders gute aber auch nichts sexistisches.

Zum Thema allgemein:

Frauen von Turnieren auszuschließen ist Blödsinn. Scarlett hat uns einige sehr sehenswerte Spiele gezeigt und ich würde mir wünschen, dass sie sich das mit dem Aufhören noch einmal überlegt. Ich hoffe es schafft in Naher Zukunft wieder mal eine Frau in die WCS. Dort gibt es diesen Mist auch nicht... Sollten sich die anderen Veranstalter mal ein Beispiel nehmen.

5. Februar 2015 - 21:31
Bild des Benutzers Balu
Balu
Benutzer
Offline
30.11.2015 - 09:55
19.11.14
2

Ich finde es sehr schade, dass immer nur das Extrem gesucht wird und es keine oder fast keine Mixed Teams auf Turnier Niveau gibt. Leute wie Scarlet jetzt mal ausgenommen. Ich denke je höher das Skill Niveau desto weniger tretten rassistische/sexistische Äuserungen in den Hintergrund (Hautfarbe und Religion spielen in der Pro Szene keine Rolle ( Koreaner OP)). So würde es auch im Esport sein denke ich. Aber die Basis an weiblichen Spielerinnen, ist sehr dünn. Bei den männlichen Kollegen schaffen es ja auch nur 0.1% wirklich Pro zu sein ....aber 0.1 von ganz vielen ist eben mehr als 0.1 von wenigen. Wenn die Basis da ist und Spielerinnen, die rein durch Ihren Skill überzeugen. Sind wir auf dem richtigen Weg

5. Februar 2015 - 21:37
Bild des Benutzers ndn
ndn
News Editor
Offline
05.12.2018 - 21:14
17.11.13
13

Ich stecke nicht sehr tief in der eSport Szene und kenne die beschriebenen Ereignisse daher leider nur aus dem Artikel und nicht im Detail, aber für die Maddelisk Situation, würde ich Ekkman zustimmen. So wie er es beschreibt, klingt es für mich nach einer super Balance für beide Seiten. (naja "wie man macht's, macht man's falsch" ;) )

Ich kann nur zustimmen, dass es ein klares Miteinander geben muss. Ich selbst arbeite in einer vielfach noch männerdominierten Branche - Software- bzw. Webentwicklung. Vormals auch bei einer Firma, die Browsergames entwickelt und entsprechend viele verspielte Kollegen mit sich bringt. Ich freue mich dann immer, wenn meine Kollegen sich nicht nur wegen mir zurückhalten, häufig ermutige ich sie auch dazu, sich völlig frei zu verhalten. Deswegen muss ich ja nicht alles gut finden, was sie von sich geben ;). Im Normalfall braucht es jedoch immer bis man sich bei neuen Leuten wohlfühlt und sich geben kann, wie man ist.

Vielfach sollte es reichen im eSport eben die gleichen gesellschaftlichen Regeln wie überall zu befolgen - sprich seinem Gegenüber einen gewissen Respekt entgegenzubringen. Dabei sollte es völlig irrelevant sein um wen es geht. Man muss sich einfach besser kennen um den Charakter von derben Witzen zu verstehen, und ich denke darin liegt auch häufig das Problem. In einer großen Szene, die vielfach nur online stattfindet, kennen sich Spieler und User häufig gar nicht gut genug, um abzuschätzen, wie etwas gemeint ist. Und dann geht ein harmloser derber Witz (welcher im Übrigen auch seine Grenzen hat), eben schief. Klassische Misskommunikation ;)

Letzten Endes treffen meine Aussagen jedoch auf jeden Menschen zu, ungeachtet dessen, ob jemand sich biologisch oder ideologisch als Mann oder Frau identifiziert ;)

5. Februar 2015 - 22:11
Bild des Benutzers worldmaxdrummer
worldmaxdrummer
Benutzer
Offline
05.02.2015 - 22:11
16.11.13
2

Der E-Sport soll als vollwertige Profession angesehen werden, also als "vollwertiger" Job. "Wir" wollen "allen" zeigen/beweisen, dass es hier um etwas Professionelles geht, nicht um irgend etwas Amateurhaftes. Da ich nun keine Sportarten als solches verfolge, kann ich nun leider keine Beispiele bringen, in wieweit sich 1. Liga Fussballer gegenüber Kreisliga "Kollegen" ausdrücken. Würde ein B. Schweinsteiger in Twitter schreiben:"Ey der HSV wird heut abend vom Platz "geknallt"! #nohomo" ??

Und es gibt auch einen kleinen, aber feinen Unterschied ob ich nun sage:"Bei der würd ich auch gern mal ein Rohr verlegen." oder "Die würd ich auch mal durch alle Räume ficken."

Ich möcht hier jetzt keinen auf metrosexuell oder Frauenversteher machen. Ich bin auch total gegen die Art und Weise, wie Amerika mit sexual harassment umgeht. Da würde dich der Rohr Spruch schon den Arbeitsplatz und ca. 100.000 von deinem Konto kosten wg. Zivilklage.

Das Thema Mann/Frau kann, meines Erachtens, auch aus rein biologischer Sicht niemals komplett frei von sexuellen An-/Auszüglichkeiten sein.

Aber wenn ich mich als "Profi" darstellen möchte, dann muss ich einfach vorher überlegen, bevor ich etwas sage/schreibe/etc.

Und zu der Aussage von Zahard zum Thema Umgangston: Von welchen Spielen reden wir hier? Ich kann mich nur auf meine Erfahrungen berufen, d.h. also BF2,3,4 PC, Halo Reihe Xbox, sc2, div. CoD Titel PC, wenn ich mal von den Spielen ausgehe, wo ziemlich viel Zeit reingeflossen ist.

Dabei waren die CoD Titel am "schlimmsten", da hier fast jeder irgendwann als cheater, faggot, noob und was weiss ich nicht alles geschimpft wurde. Halo ging soweit. Bei BF war es eher die Beschimpfung wenn es, wie immer, ums Spawn-Camping ging.

Und es waren eigentlich immer irgendwelche Kiddies, die halt damit irgendwas rechtfertigen wollten. Es waren alles reine Online-Spiele, keine Turniere, keine sonst irgendwie gewerten Sachen.

Ich hab auch noch nie nur ansatzweise semi-professionell gezockt von daher weiss ich nicht, wie es da "abgeht".

Aber ich finde es generell einfach nicht in Ordnung, wenn man sowas wie Kas raushaut.

Hätte er gegen einen Türken gespielt, hätte dann getwittert, dass es heute abend Dönerteller gibt?

Oder wäre der Gegener einfach nur männlich gewesen, wäre es dann ein "heute wird ein IKEA Regal zerstört" geworden?

Vielleicht sind die Frauen zu dünnhäutig, vielleicht sind die Männer auch einfach nur zu abgestumpft.

So, soviel zu dem Thema...

Generell fände ich es gut, mehr Frauen im E-Sport zu sehen. Man merkt es ja tagtäglich, dass Frauen einfach anders denken als Männer. Dem entsprechend gehen sie vielleicht auch anders an die Spiele ran, gerade sogar sc2. Und mit dem viel diskutierten Multitasking: Kommt ja wohl nicht von ungefähr, dass Scarlet ja King bzw. Queen of Creepspread ist. Die Damen, die ich mir ab und zu auf Twitch anschaue, spielen auch alle Zerg. Bei den anderen Rassen haben die anscheinend zu wenig zu tun?!?!

Aber ich brauch jetzt nicht auf Gedeih und Verderb eine Kampagne "Mehr Frauen an die Controller"!

Wenn aber das Interesse besteht, sind "wir" dafür verantwortlich, dass den Damen nicht gleich wieder der Spass genommen wird, aufgrund irgendwelcher Aussagen o.ä.

So, reicht jetzt aber mal so langsam.

Also Schlusswort: Wer zocken möchte, soll zocken und wer Hilfe benötigt, der bekommt sie von "uns". Und bei manchen "Aussagen" einfach mal drüber nachdenken, wie das der Gegenüber verstehen könnte. Nur weil ich etwas nicht schlimm finde, oder nicht so meine, heisst das nicht, dass der Gegenüber das auch so empfindet.

5. Februar 2015 - 23:29
Bild des Benutzers DERASTAT
DERASTAT
Benutzer
Offline
25.07.2016 - 19:50
03.01.14
127

Sehr schöner Artikel,

Diese ganzen Sexistischen kommentare sind halt der Grund, dass sich Frauen nicht so schnell akzeptiert fühlen und werden, Es wäre besser für den Esprtort, wenn es mehr Frauenbeteiligung gäbe, ein Par Frauen-onlyTourniere würden glaub ich einen guten Anfang machen um diese Spieler zu intigrieren.

Auch wenn das eher eine Trennung wäre geht es darum, dass sie überhopt öffentliche präesäns haben.

6. Februar 2015 - 10:28
Bild des Benutzers Rednu
Rednu
Benutzer
Offline
23.02.2015 - 11:45
27.01.15
6

Schöner Artikel.

Aber im Grunde ist es schade, dass wir sowas noch diskutieren müssen. Was wollen wir machen? Männer sollen sich zurückhalten? hallo? Das ist das Internet?! Hier wird sich niemand zurückhalten wenn man in der (vermeintlich) stärkeren Position sitzt, weder Mann noch Frau.

Kurze Story vom SC2 US Server: 80% der Spieler die erfahren, dass du aus good old Germany bist, schreiben dir erstmal ein "nazi","nazigerman" oder "hitler?". Scheiß Situation. Darauf gibt es aber nur eine richtige Reaktion: Gewinnen, besser werden und es Ihnen mit Skill zeigen. fertig.

Hätte mir gewünscht, dass Maddelisk ähnlich reagiert hätte. Entweder den tweet komplett ignorieren oder einfach mit nem vernünftigen Konter. Den Gewinn der Runde hätte ich mir nicht schenken lassen.

Gruß Max

6. Februar 2015 - 10:51
Bild des Benutzers psycain89
psycain89
Benutzer
Offline
17.11.2015 - 00:45
02.08.14
105

@Rednu

Sie hat sich den Win doch nicht schenken lassen, der Veranstalter hat ihn disqualifiziert weil er sich wie ein Macho Arschloch verhalten hat.

Sie hat jawohl nichts falsch gemacht.

Es ist eine Sache ob man so etwas einem komplett fremden schreibt den man in der Ladder trifft oder jemandem den man in Kürze persönlich trifft.

6. Februar 2015 - 14:59
Bild des Benutzers Nrgy
Nrgy
Core
Offline
16.03.2017 - 13:35
15.11.13
818

In meinen Augen spielt das Geschlecht absolut keine Rolle. Frauen müssen immer mit Kommentaren rechnen. Das müssen sie auch auf der Straße, im realen Leben. Ich fände es nur sehr schön, wenn Frauen wie Scarlett sie dann in einem Spiel einfach nur vernichtend schlagen. Die Kommentare werden nie aufhören. Aber den Respekt kann sich damit jeder verdienen.

6. Februar 2015 - 11:10
Bild des Benutzers Rednu
Rednu
Benutzer
Offline
23.02.2015 - 11:45
27.01.15
6

@psycain89: Wieso hat sie nicht gegen die Disqualifizierung protestiert? Hätte sie nicht so übertrieben auf den tweet reagiert wäre alles easy gewesen.

6. Februar 2015 - 13:33
Bild des Benutzers psycain89
psycain89
Benutzer
Offline
17.11.2015 - 00:45
02.08.14
105

@Rednu

a) war seine Aussage übertrieben und nicht ihre, man muss sich nicht alles gefallen lassen

b) hat sie doch geschrieben, dass er sich entschuldigt hat etc. wie das der Veranstalter handhabt ist doch nicht ihre Sache, da hat sie wahrscheinlich wenig Einfluss drauf vllt. hat sie ja den Veranstalter darauf hingewiesen ihn nicht zu disqualifizieren aufgrund seiner Entschuldigung aber die Information haben wir leider nicht.

Der Veranstalter hat schließlich ein Image, welches den Sponsoren gerecht werden muss.

16. Februar 2015 - 15:01
Bild des Benutzers Aethyta
Aethyta
Benutzer
Offline
16.02.2015 - 15:01
16.02.15
1

@Rednu hab ich das falsch mitbekommen, oder hat sie noch mehr geschrieben ausser dass das kommentar nich ok is? Mehr war doch da gar nich.

Finds witzig wie das dann gleich hochgeschaukelt wird, da sind mehr drama kings als queens am werk.

Ausserdem, statistisch gesehen kennt jede frau das thema weil es entweder sie selbst erwischt hat oder ne freundin, verstehe au nich wieso es darüber diskussionen gibt ob es schlimm ist darüber zu reden oder nicht. Da gehts echt nur um Sexismus. Mein Beleg: vor ein paar jahren hat sich auf dem Eve online fanfest ein zwischenfall ereignet, wo ein spieler namens Mittani einen anderen männlihen Spieler betrunken zum mobbing bis zum Selbstmord gebeten hat. Wäre der Spieler ne frau gewesen hätte sie sich erstmal tausend hate tweets anhören müssen. Mittani hat für das Kommentar einen wichtigen ingame Posten verloren, und es gab kein Geflame. Und jetzt kommt ihr.

http://www.mmomeltingpot.com/2012/03/the-mittani-calls-for-another-playe...

Ein bisschen Manieren sollte man auch im eSport haben, sonst it es in ein paar jahren üblich dem gegner auf die tastatur zu kacken und das dann wettkampffördernd zu nennen.

26. Februar 2015 - 12:26
Bild des Benutzers Tigerfish
Tigerfish
Benutzer
Offline
06.11.2016 - 20:01
26.02.15
28

Das gleiche Problem findet sich doch auch auf Twitch leider immer wieder. Du hast bei den verschiedenen Spielen, wenn nicht grade Turnier Streams sind, gute Spieler die eine überzeugende Performance im Stream abliefern, Zuschauer Zahl:64. Direkt daneben ist Miss überschminkte Barbie Puppe mit dem Skill eines Schimmligen Toastbrots (Soll keine Beleidigung gegen den Skill von Frauen sein, ist nur ein Beispiel, also ganz ruhig genau DU DA hinter der Tastatur der bereits den 1. Hate loslassen wollte.) Und die haben dann 2000 Zuschauer weil sie völlig überspielt auch noch auf die "Ich bin ja sooooo cuuuute" schiene drücken. Da läuft doch was falsch :/

27. Februar 2015 - 19:32
Bild des Benutzers Silencer_Junior
Silencer_Junior
Benutzer
Offline
28.03.2015 - 01:48
26.02.15
1

Wenn ein Mädchen spielen will soll sie spielen^^ Ich habe da nix dagegen. Ich kenne eine die ist schlimmer als jeder andere Typ beim Ragen wenn sie jemand unfair oder plötzlich killt. Mein Problem ist des öfteren das:" Wie geht das? Und warum ist das so? usw..." Ganz ehrlich hab ich meinen Dad ausgefragt wie das und das geht als ich mit dem Zocken angefangen habe? Nein!

Ich hab mich hingesetzt und solange auf Tasten gedrückt bis ich wusste welche ich drücken muss^^ Es ist doch nicht so schwer^^ oder doch? Jeder fängt klein an aber wenn man die Basics kann sollte man auch ein bisschen auf eigene Faust das Spiel erkunden und sich nicht die ganze Zeit nörgeln das man immer wieder Stirbt obwohl man das Schlechteste Gear allerzeiten anhat^^

Mein Fazit: Mädels spielt soviel ihr wollt. Ich bring euch die Basics gern bei aber verdammt nochmal versucht dochmal auch allein etwas indem neuen Hobby herrauszufinden :*

PS: Tut mir leid wenn Rechtschreibfehler drin sind^^

9. März 2015 - 2:34
Bild des Benutzers paczilla123
paczilla123
Benutzer
Offline
09.04.2016 - 19:12
09.03.15
4

bin ich hier der einzige fan von "scarlett" ihres zeichens Kanadische pro gamerin ?? naja ich bin der meinung dass man das ganze mit humor sehen sollte . Denn mir ist es egal ob ich gegen ob ich bei sc2 gegen nen 3 bein oder 2 bein oder dem Bot gewinne/verliere haubtsache das spiel war gut und vllt hab ich dann noch was gelernt ^^ (außer sie spielt toss dann wirds schwer mit der sympati ;)

Dennoch finde ich es ... wie soll ich sagen ...ziemlich konfuse ... einerseits wollen frauen ernstgenommen anderden anderseits Zeigen sie bei twitch so viel von ihren Silikonvorräten dass das allseits bekannte Obimännchen ganz scharf wird Ich bin auch der Meinung dass es mehr Frauen im E-Sport geben sollte Warum ? na weil ich nach einer runde wo ich alles gegeben habe nicht von einem typen der viel zu lange in testosteron gebadet hat als noob bezeichnet zu werden nur weil dieser mit dem satz "you have to make workers continuali" (ja mein Engfisch ähm englisch ist nicht das beschte ... peitscht mich später dafür aus ) Ich denke einfach das Frauen an Spielen anders ran gehen und es neue Sichtweisen dadurch offen werden ... z.b. Scarlets creep niemand zuvor hätte gedacht dass dieser so wichtig ist ... bis scarlet zeigte was sie drauf hatte und sie hat nen Kori geschlagen welcher Typ (der nicht ein ultra pro gamer ist ) kann das von sich behaubten ?? Bis dahin ^^