Gamergate

Die #Gamergate-Kontroverse sorgt schon seit geraumer Zeit für viele Diskussionen. Doch worum handelt es sich dabei eigentlich?

Patrick | Padierfind 06.03.15

Bereits seit Monaten wird die Gaming-Szene von einem Kampf um Prinzipien und Werte erschüttert. Dieser wird unter dem Hashtag #Gamergate auf Social-Media-Kanälen tagtäglich aufs Neue geführt und bringt dabei Skandale am laufenden Band zum Vorschein. Doch trotz der großen Pressepräsenz, die dieser Konflikt auf sich ziehen konnte, fällt es sehr schwer, sich einen objektiven Überblick über die komplexen Sachverhalte zu verschaffen.

Wer die ganze Story verpasst hat oder einfach nicht den Durchblick hat, der kann sich in den kommenden knapp 1200 Wörtern einen ungefähren Eindruck machen. Viele der Fakten sind leider nur spärlich gesät, wie immer hat natürlich jede Medaille auch zwei Seiten. Wer mehr zu dem Thema beisteuern kann, der ist hiermit zum zahlreichen Kommentieren eingeladen.

Gamergate - Wie alles begann

Wer den Ursprung der Story ergründen möchte, kommt nicht daran vorbei, sich mit der Geschichte von Zoe Quinn zu beschäftigen. Zoe Quinn, eine amerikanische Independent Entwicklerin, veröffentlichte im Februar 2013 das Spiel Depression Quest auf ihrer Website. Depression Quest ist in Form eines experimentellen Textadventures aufgebaut und versetzt den Spieler in die Rolle einer klinisch depressiven Person. Laut ihrer eigenen Aussage entwickelte Zoe Quinn das Spiel auf Basis ihrer eigenen Erfahrung mit Depressionen.

Zwar wurde Depression Quest von vielen Kritikern meist mit positiv ausfallenden Rezensionen bewertet, die hauptsächlich auf die Grundidee des Spiels zurückführen sind. Dennoch gab es einige Spieler, die das Spiel nicht als „wahres“ Spiel ansahen und die gewonnene Aufmerksamkeit nicht nachvollziehen konnten.

Aus dem vermuteten Versuch heraus, noch mehr Aufmerksamkeit für ihr Spiel zu generieren, beschuldigte Zoe Quinn am 12. Dezember 2013 die Mitglieder des Forums Wizardchan, sie belästigt und ihr gedroht zu haben. Diese Anschuldigungen konnten jedoch durch eine chronologische Screenshot-Serie von Wizardchan widerlegt werden. Dabei wurde deutlich gemacht, für welchen Zweck Zoe Quinn diese Anschuldigungen verwendete. So erhoffte sie sich womöglich durch den Trubel, mehr Unterstützung und Aufmerksamkeit für ihr Spiel in verschiedenen großen Subreddits zu erlangen.

Doch der wirklich große Aufruhr um die Spieleentwicklerin begann erst, als ihr Ex-Freund kurz nach der Steam-Portierung von Depression Quest einen rasch populär werdenden Blog-Post (auch Zoe-Post genannt) veröffentlichte. In diesen Zeilen warf er Zoe unter anderem vor, Affären mit mehreren Männern gehabt zu haben. Dabei nennt er neben den Namen verschiedener Independent Entwicklern auch den Namen des Kotaku- und Rock, Paper, Shotgun-Redakteurs Nathan Grayson. Die Affäre mit diesem Mann führte dazu, dass viele der Leser des Zoe-Posts schlussfolgerten, sie habe mit Grayson geschlafen, um mehr positive Rezensionen für ihr Spiel zu erhalten. Diese These wurde später als Quinnspiracy betitelt und war der Beginn einer unbarmherzigen Debatte auf Twitter, Youtube und weiteren Plattformen.

Als Konsequenz dazu erklärte der Chefredakteur Kotakus, dass die Affäre zwar stattgefunden habe, Grayson jedoch lediglich einen einzelnen Artikel über Zoe Quinn geschrieben hätte. Dennoch wurden auch auf Rock, Paper, Shotgun diverse Artikel von Grayson über Depression Quest veröffentlicht. Aufgrund dieser Artikel und im Zusammenhang mit der öffentlich gewordenen Affäre, beschuldigen diverse Kritiker Zoe, dass sie sich die Korruptheit der Videospielpresse zunutze gemacht habe.

Der Hashtag #Gamergate

Nun ist die Geschichte um Zoe Quinn und ihr Spiel Depression Quest zwar aufsehenerregend, aber dem ein oder anderen aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass bis jetzt noch nicht einmal das Wort Gamergate gefallen ist. Warum? Der #Gamergate-Hashtag wurde erst, nachdem die Quinnspiracy schon in vollen Gange war, vom Schauspieler Adam Baldwin am 27.08.2014 eingeführt. Er nutzte den Hashtag um Videos unter seinen Followern zu verbreiten, die Kritik an Zoe Quinn ausübten.

Die wahre #Gamergate-Kontroverse begann jedoch erst einen Tag nachdem Adam Baldwin diesen Tweet veröffentlichte. Tatsächlich fand sie ihren Anfang in den umstrittenen "Gamers are dead"-Artikeln. Diese Artikelreihe wurde hauptsächlich am 28. August auf mehreren unterschiedlichen großen Gaming News Portalen veröffentlicht und verbreitete den Gedanken, dass die Gaming-Kultur und -Identität, wie wir sie kennen, der Vergangenheit angehörte und wortwörtlich „tot“ sei. Dabei erläuterten die Artikel, dass der Grund hierfür der Sexismus und Frauenhass sei, den die Gaming Kultur in sich vereine.

Als Untermauerung dieser These wurde in den Artikeln beschrieben, wie die Feministin Anita Sarkeesian aufgrund mehrerer Morddrohungen und Hetzkampagnen im Internet aus ihrer eigenen Wohnung vertrieben wurde.
Anita Sarkeesian veröffentlichte zuvor eine Videoreihe, welche sie über kickstarter.com mit großem Erfolg finanzierte. Das Ziel der Videoreihe sollte die Aufklärung über die Stereotypisierung von Frauen in Videospielen sein. Bisher sind von elf versprochenen Videoberichten fünf erschienen.

Als Reaktion auf die ersten Videos der Reihe folgte viel Kritik gegen Anita Sarkeesian, genauso wie gegen ihr Projekt. Dabei wurde von einem großen Teil der Gaming-Szene bemängelt, dass sie ausschließlich negative Beispiele in ihren Videos verwendete und Szenen völlig ohne Kontext herauspickte, um ihre Wirkung zu verstärken. Somit habe sie keine objektive Darstellung der eventuell tatsächlich vorhandenen Missstände in Videospielen bewirkt, sondern sogar eine auf Vorurteilen beruhende Meinung über die Videospielkultur verbreitet haben.

Dieser Umstand wurde von vielen besonders schlecht aufgefasst, da das offensichtliche Ziel ihrer Reihe war, ein Umdenken bezüglich Vorurteilen gegenüber Frauen in Videospielen zu entfachen. Ein großer Teil der Gaming Kultur sah in Sarkeesians Berichte jedoch lediglich einen Versuch, die Entfaltungsmöglichkeiten in Videospielen zu unterdrücken. Traurigerweise entwickelte sich diese Wut bei einer kleinen Anzahl der Kritikern zu purem Hass, welchen sie in Form von bereits erwähnten Morddrohungen, Anschuldigungen und Beleidigungen an Anita Sarkeesian ausließen. In Folge dieser Hetze fühlte sich Sarkeesian schlussendlich dazu gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen.

Als im Anschluss dessen, die "Gamers are dead"-Artikel von verschiedenen Seiten beinahe gleichzeitig veröffentlicht wurden, verbreitete sich unter vielen Gamern schnell die Spekulation, dass hinter diesen Artikeln ein koordinierter Angriff auf die Gaming-Kultur und ihre Mitglieder steckte. Diese Vermutungen wurden später vom britischen Journalisten Milo Yiannopolus über Twitter mithilfe eines Screenshots einer Mail bestätigt.

Seit dieser aufgedeckten Korruption der Videospiel-Presse versammelt sich ein großer Teil der Gaming Community unter dem Hashtag #Gamergate um sich gegen Zensur, für Transparenz und ethische Reformen in der Gaming Presse einzusetzen.

Seit dem Beginn der #Gamergate-Bewegung tobt im Netz ein harter Kampf. Die Anti-Gamergate-Seite sieht dabei den Versuch der #Gamergate-Anhänger, sich hinter falschen Prinzipien zu verstecken. Sie sind der festen Überzeugung, dass sich hinter dem Hashtag eine Gruppe Menschen versteckt, die den Kampf gegen Zensur, für Transparenz und ethische Reformen in der Videospielpresse, als einen Vorwand nutzen, um ihren Hass gegen Frauen und Gleichberechtigung in Videospielen zu verbreiten.

Leider wird nicht nur von der Anti-Gamergate Seite, sondern häufig auch von der Presse übersehen, welche Personen sich wirklich hinter dem Hashtag verstecken und welche Beweise bereits ans Licht gebracht wurden. So steht hinter der #Gamergate-Bewegung ein Mix aus Frauen und Männern verschiedener Nationalitäten und Glaubensangehörigkeiten. Nicht, wie es oftmals verbreitet wird, eine Gruppe ausschließlich weißer, junger Männer, deren Ziel es ist Frauen und andere Minderheiten in der Gaming Kultur zu unterdrücken. Der Großteil der Debatte ist mittlerweile abgeflaut, allerdings gibt es hier und da immer noch einige Wortmeldungen und Stellungnahmen auf Youtube. Im Herbst 2014 ist das folgende Video mit Anhängern von #gamergate und #notyourshield online gegangen. Bei dem letzteren handelt es sich um einen Hashtag, unter dem sich Personen aus etlichen Nationalitäten und Ethnien zusammengeschlossen haben. Hier sollte ein Zeichen gegen die Verleumdung und die scheinbare Unterdrückung fremdartiger Kulturen und Homosexualität im Gaming gesetzt werden. Getreu dem Motto, dass diese Menschen kein falscher Vorwand für Korruption und Zensur sein möchten, gingen die #notyourshield-Posts tausendfach um die Welt.

Das Thema ist leider viel komplexer, als dass man es hier in wenigen Worten zusammenfassen kann. Nichtsdestotrotz möchten wir auf solche Umstände aufmerksam machen und vielleicht den ein oder anderen überzeugen, sich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn nur wenn man ein Thema bespricht, kann Licht in vermeintlich dunkle Fakten gebracht werden.

Bild des Benutzers Padierfind
6. März 2015 - 20:53
Bild des Benutzers TriblexXx
TriblexXx
Benutzer
Offline
28.05.2015 - 15:48
06.03.15
2

Ich habe davon, bis heute, nichts mitbekommen.

6. März 2015 - 22:08
Bild des Benutzers WurstMitBrot
WurstMitBrot
Benutzer
Offline
10.11.2015 - 14:37
06.03.15
4

Tatsächlich ein schwieriges und emotionales Thema. Dass in manchen Spielen sexistische Darstellungen gibt möchte ich gar nicht bestreiten. Aber wo findet sich denn bitte "Frauenhass"?

Das gefährliche an der Sache ist nur, gerade weil es so ein emotionales Thema ist, schüren die werten Damen Wut und evtl. auch Hass gegen Frauen in der Szene. Damit will ich nicht sagen, dass er durch sie erst entstanden ist, aber genau sowas macht die Leute (wie man ja merkt) sauer.

Ich für meinen Teil halte das für großen Unfug. Oftmals sind weibliche Gamer doch durchaus willkommen in der Community. Natürlich gibt es meist sexistische und chauvinistische Idioten, aber von denen gleich auf alle Gamer zu schließen halte ich für dumm.

Manche nehmen sich da einfach zu ernst und meinen sie müssten überall frauenfeindliche Missstände aufdecken und versuchen die Welt besser zu machen.

Verzeiht mir den Begriff aber zu dem Thema fallen mir da die Femnazis ein die es immer gern etwas übertreiben.

Gruß WurstMitBrot

Edit: Achja im Grunde auch ein völlig überflüssiges Thema. Zocken und zocken lassen :P

Und viel wichtiger noch miteinander zocken!

6. März 2015 - 22:28
Bild des Benutzers Rasmus028
Rasmus028
Benutzer
Offline
30.03.2017 - 22:20
25.02.15
6

Ich hab da ein paar Verständnisfragen

Als im Anschluss dessen, die "Gamers are dead"-Artikel von verschiedenen Seiten beinahe gleichzeitig veröffentlicht wurden, verbreitete sich unter vielen Gamern schnell die Spekulation, dass hinter diesen Artikeln ein koordinierter Angriff auf die Gaming-Kultur und ihre Mitglieder steckte. Diese Vermutungen wurden später vom britischen JournalistenMilo Yiannopolus über Twitter mithilfe eines Screenshots einer Mail bestätigt.

Was war jetzt genau korrupt? Die Mordandrohungen an Damsel?

Die Leute die hinter dem #Gamergate stehen, sind für Zensur? Also gegen normale Darstellungen von Frauen?

Ich bin verwirrt

6. März 2015 - 23:24
Bild des Benutzers Padierfind
Padierfind
Benutzer
Offline
10.08.2018 - 15:34
15.11.13
222

@Rasmus028, viele Spieler sind der Meinung, dass Zoe Quinn sich über ihre Beziehung zu Nathan Greyson mehr positive Rezensionen für ihr Spiel beschafft hat. Als Konteraktion auf diesen online "Hate" gegen Zoe Quinn haben dann mehrere Websiten sich zusammengetan und Artikel, die Hass gegen die Gaming-Community zu schüren. Das hat dann die jenigen in ihrem Glauben gefestigt, dass die Videospiel Presse Korrupt sei. Seitdem wurden noch viele weitere Dinge, wie z.B. der Zensur einer Frage über Gamergate in einem AMA mit Julian Assange, aufgedeckt und es versammeln sich viele Gamer unter #Gamergate um gegen Zensur, für Transparenz und neue ethische Reformen in der Videospiel-Presse zu kämpfen.

Ich hoffe ich konnte es etwas klarer für dich machen. Falls nicht, frag einfach weiter :)

LG Padierfind

6. März 2015 - 23:16
Bild des Benutzers WurstMitBrot
WurstMitBrot
Benutzer
Offline
10.11.2015 - 14:37
06.03.15
4

Eher anders herum die Leute hinter dem #Gamergate sind gegen "Zensur". Da jetzt ja Diskussionen über den Inhalt der Games und insbesondere über die Darstellung von weiblichen Charakteren entbrannt sind.

7. März 2015 - 0:37
Bild des Benutzers Quisl
Quisl
Benutzer
Offline
19.01.2017 - 11:36
19.02.15
78

Ich finde es auch frauenfeindlich, dass Kerrigan - die vermutlich mächtigste Figur im Starcraftuniversum - weiblich ist. Das schafft einen Leistungs- und Erwartungsdruck den kleine Mädchen gar nicht erfüllen können.

Ps: Kappa

7. März 2015 - 15:39
Bild des Benutzers Tigerfish
Tigerfish
Benutzer
Offline
06.11.2016 - 20:01
26.02.15
28

Das sich darüber Leute wirklich aufregen und in solche lächerlichen Diskussionen hineinziehen lassen.... es ist unglaublich simpel... Das Geschlecht spielt doch absolut keine Rolle. Das große Problem sind die Assis die alles schlecht machen oder jedes erdenkliche Mittel zu ihrem Vorteil nutzen wollen.... und die gibt es geschlechtsunabhängig auf beiden Seiten :D Also nicht "nieder mit Frauen" oder "nieder mit Männern" NEIN! Nieder mit Arschlöchern! ^^

P.S Schön finde ich übrigens das bei dem feministin Video die Kommentare ausgestellt sind und nur Beispiele genommen werden die Ihrer Aussage zum Vorteil gerreicht werden xD Legendäre weibliche Figuren wie Samus Aran werden erstaunlicher Weise nicht erwänht ;)

7. März 2015 - 16:43
Bild des Benutzers garciiia
garciiia
Benutzer
Offline
23.03.2016 - 16:54
11.11.14
91

Schöner Artikel. Endlich habe auch ich verstanden um was es geht - ich war mir ehrlich gesagt zu fein mich damit zu beschäftigen und mich da reinzulesen, da ich die meisten Punkte der Geschichte einfach uninteressant und lächerlich finde. Ich habe dann doch andere Sorgen. :D

Ich finde dass da den falschen Leuten die falsche Portion an Aufmerksamkeit gegeben wird. Ich selbst zähle mich mal auch zu der "Gaming"-Kultur und fühle mich in keiner Weise eingeschränkt. Ich kann immer das spielen was ich möchte, wann und wo ich es möchte. Ich kann mich jederzeit darüber mit anderen Unterhalten und jederzeit neue Communities für mich finden. Ich sehe da keine Einschrenkungen. Das einzige was ich wirklich zu kritisieren habe ist der Großteil an blöden Let's Plays und der Übernahme der Gamescom von der Cosplay-Meute. Aber da ich weder ein großer YouTube-Fan, noch Messenbesucher bin, kann mir das auch egal sein.

9. März 2015 - 15:16
Bild des Benutzers Gerrit
Gerrit
Core
Offline
15.01.2017 - 19:44
13.05.14
37
Ganz spannend in diesem Zusammenhang mal eine Artikel zu lesen, der sich gegen Mrs Zoe Quinn und die Gamergate-Bewegung positioniert - bislang habe ich das Thema immer von der anderen Seite gehört. . Sexismus ist im Gamerbereich im Allgemein und E-Sport im Speziellen durchaus ausgeprägt. Das fängt mit der Darstellung weiblicher Charaktere in Videospielen (stark sexualisiert, schützenswerte Opfer oder beides) an und findet seine Entsprechung im Umgang der Gamern untereinandern. Nicht zuletzt die Wortmeldungen im Zuge der Gamergate-Debatte haben gezeigt, welche Neanderthaler-Abgründe sich da teilweise auftun. . Sexismus hat immer dort fruchtbaren Boden, wo es einerseits ein von Männern dominierten Bereich existiert, der in einem zweiten Schritt zunehmend von Frauen besetzt wird. Gaming und E-Sport ist hier durchaus vergleichbar mit einem Fußball(-verein) oder der Bundeswehr. Das sind beides klassische Männerhorte, die im Laufe der letzte Jahrzehnte sukzessive von der weiblichen Zielgruppe entdeckt und erschlossen wurden. Einige Männer sehen dabei ihr Reservat bzw. Revier bedroht. Manche Männer urinieren dann reflexartig und verbal gegen die weiblichen Eindringlinge, andere spinnen fleißig Verschwörungstheorien ("koordinierter Angriff auf die Gamerkultur"), inklusive angeblicher Beweise (Quelle: "Internet") oder aber sie versuchen die Glaubwürdigkeit der Gegenseite zu beschädigen. Sprich, sie tun alles, um die Diskussion weg vom eigentlich Diskussionsgegenstand zu lenken. Diese gar nicht mal so neue Taktik ist wohl der normale Modus Oparandi, wenn man nicht zugeben/einsehen kann, dass man ein Problem hat. Und solange männliche E-Sportler, weibliche Kontrahentinnen aufgrund ihres Geschlechts beleidigen, so lange es Vergewaltigungssimulatoren gibt, so lange Anita Sarkessian und Co mit misogynen Kommentaren und Vergewaltigungsfanatasien bedacht werden ... und so lange Mario seine Prinzessin retten muss und nicht umgekehrt, hat der Gaming-Bereich definitiv ein Sexismusproblem.