Rising Stars: Heroes of the Storm

Ein neuer Stern erscheint am eSport-Horizont. Doch wie hoch wird er steigen können? Bonjwa stellt euch Blizzards neues Moba vor.

Max | Zahard 18.04.15

Die Beta steht kurz vor dem Ende, die Anzahl der ausgegebenen Beta Keys hat es bereits vermuten lassen und Heroes of the Storm erfreut sich großer Beliebtheit in der Blizzard-Fangemeinde. Bereits im Februar diesen Jahres, 2015 gab es 9 Millionen registrierte Beta-Spieler und diese Zahl sollte sich durch die Masse der Key-Verlosungen in letzter Zeit noch mal deutlich erhöht haben. Doch was macht so viel Spaß an Blizzards (fast) neustem Franchise und wo liegt das Potenzial für den elektronischen Wettbewerb.

Die selben Wurzeln, aber andere Gene

Doch bevor wir den Blick in die Gegenwart und danach vielleicht auch noch die Zukunft schweifen lassen, sollten wir erst einmal die Wurzeln von Heroes ergründen. Eine durchaus amüsante Parallele gibt es zu seinen Moba-Kumpanen; auch Heroes of the Storm entstand ursprünglich als Mod. Damit haben sowohl das Ur-DotA, als auch Heroes die selbe Mutter, jedoch besitzen sie unterschiedliche Väter. Denn während ersteres als Mod von Warcraft 3 und durch User erstellt bekannt wurde, ist zweiteres ganz offizell von Blizzard entwickelt und basiert auf der Starcraft II-Engine.

Auf der Blizzcon 2010 führten die Entwickler von "Starcraft2: Wings of Liberty" einige Arcade-Gamemodes vor, welche die Möglichkeiten des, wie die von User erstellten Laddermaps der heutigen Zeit deutlich beweisen, extrem umfangreichen Mapeditors zeigen sollten. Unter diesen Aushängeschildern des stolz vorgeführten Editors war auch ein Titel mit dem Namen Blizzard DOTA. Dies war der eigentliche Anfang des nun voll entwickelten Franchises "Heroes of the Storm". Zwar wurde schon im darauf folgenden Jahr 2011 die Entwicklung des Arcadegames noch einmal komplett auf Null gedreht, aber die neuen Eindrücke der Blizzcon diesen Jahres zeigten bereits Blizzards Idee eines schnellen und dynamischen Mobas.

In den folgenden Jahren befand sich das Spiel weiterhin in der Entwicklung, hatte aber keinen wirklichen Release-Termin. Erst im August 2013 erreichte, so Blizzard-Präsident Mike Morhaime, das Spiel eine Phase in der eine umfassendere Testung möglich war. Gestärkt durch Ressourcen die im Mai 2013 vom mittlerweile aufgegebenen "Projekt Titan" abgezogen wurden, erreichte das nun als "Heroes of the Storm" umbenannte Spiel die Alpha-Testphase am 13. März 2014 und nicht einmal 1 Jahr später am 13. Januar 2015 die Betaphase.

Die Gegenwart: Was Neulinge erwartet

Doch nach dem Hype und einem kurzen Ausflug in den Entstehungsprozess von "Heroes of the Storm" bleiben die beiden wichtigsten Fragen neben dem Spaß weiterhin im Raum stehen: Was unterscheidet Heroes von anderen Titeln und hat Blizzard's Moba wirklich eine Chance gegen die anderen beiden Klassenprimi?

Generell wird einem beim Spielen sehr schnell klar, dass der Neuling eine komplett andere Strategie als League of Legends oder Dota 2 verfolgt. Das gesamte Gameplay ist zu 100% auf Teamplay ausgelegt und das nicht nur auf competetiver Ebene sondern auch in den normalen Spielen zwischen zufälligen Mitstreitern. Schon der Blick auf das Levelsystem zeigt das, denn die Charaktere steigen jeweils teamweise eine Stufe auf. Genau wie in anderen Mobas sammelt man unter anderem Erfahrung durch das Töten von sogenannten Jungle-Camps, die nach der Einnahme für kurze Zeit die Monster auf die eigene Seite zieht. Generell müssen League und vor allem Dota-Spieler jetzt ganz stark (oder ganz verzückt?) sein - Lasthitten als Mechanik um Gold zu farmen existiert in Heroes of the Storm überhaupt nicht. Es gibt also keinen Vorteil das Minion selbst zu töten, ein Geldsystem ist nämlich gar nicht vorhanden.

Doch wer jetzt schreit: "Wie kauft man sich dann Items?", der muss keine Angst haben, weil es überhaupt keine Items gibt. Heroes setzt stattdessen vollkommen auf ein Ausbausystem für die verschiedenen Fähigkeiten eines Champions. Der Schaden der Fähigkeiten steigt zwar automatisch mit dem Level, aber alle paar Stufen wird man vor die Wahl gestellt eine von vier speziellen Verstärkungen für den Charakter zu wählen. So erhöht sich zum Beispiel die Reichweite oder die Stärke von Abilities noch zusätzlich. Auch die Ultimative Fähigkeit kann in dieser Art und Weise ausgewählt werden, denn jeder Held besitzt 2 verschiedene Ultis, was für zusätzliche Entscheidungsmöglichkeiten in der Spielweise sorgt.

Die größte Veränderung für Neulinge dürfte aber wohl die verschiedenen Karten sein, die das Game auf den Spieler schmeißt. Denn im Gegensatz zu der Konkurrenz sind hier wirklich unterschiedliche und komplett anders ausgerichtete Maps ein Teil des Erlebnisses. Damit variieren auch je nach Karte die am besten geeigneten Champions, was besonders in Turnieren für interessante Begegnungen sorgen dürfte. Jedoch wird dadurch auch vom 0815-Zocker immer wieder eine Anpassung seines Spielstils an die Gegebenheiten verlangt, da zum Erreichen der jeweils spielentscheidenden Kartenziele die Zusammenarbeit aller Teilnehmer von Nöten ist.

Sollten die Neuerungen noch Kritik und Lob in etwa gleichem Maße zulassen, stößt eine Sache vielen Menschen bitter auf - Blizzards Preispolitik. Während Heroes genau wie Hearthstone free-to-play ist, kranken beide am unglaublichen Zeitaufwand um Dinge wirklich kostenlos freizuschalten. So kostet ein Held regulär zwischen 2000 und 10000 Gold, was bei einer Ausbeute von ca. 20 Gold je Runde selbst mit täglichen Quests (200-600 Gold) extrem lange dauert. Will man Echtgeld ausgeben, kosten die Helden zwischen 4 und 10 Euro, wobei die Preise für Gimmicks, Skins und ähnlichem Schnickschnack sogar noch höher gehen können. Sicherlich versteht sich, dass die Entwickler Geld für ihre Arbeit erwarten, aber das Preisniveau ist trotzdem verhältnismäßig hoch. In dem Artikel Preis der Individualität haben wir das alles nochmal genauer unter die Lupe genommen.

Die meinungen des teams

Grundsätzlich ist sich das Team zumindest in einem Punkt einig und zwar dass Heroes sehr einsteigerfreundlich ist. Während die einen aber das Wort "einfach" benutzen, fällt anderen ein etwas weniger nettes Wort für einen eSport-Titel ein. Bei rund der Hälfte der Befragten fällt nämlich das Wort "casual". Was erstmal nicht schlimm klingt, ist für einen eSportler eine extrem schlechte Eigenschaft, da es zum Ausdruck bringt, dass das Spiel den Skill nicht genug würdigt, bzw. kaum Möglichkeiten gibt durch individuellen Skill zu punkten. Allerdings sehen manche dies auch als Stärke des Titels, da er einen schnellen Einstieg bietet und nicht so komplex ist wie zum Beispiel Starcraft.

Besonders Entwickler-Mastermind hamu und Jungtalent Redpanda bemängeln die fehlenden kompetitiven Eigenschaften des Spiels. Dota-Forenmoderator Sunsh4dow schließt sich diesem Tonus an und meint:

Das Taktikniveau ist ziemlich niedrig, weil das Ziel für jede Seite extrem offensichtlich ist. Man muss z.B. Münzen sammeln und abgeben oder verhindern, dass die Gegner dies schaffen. Alles andere ist mehr als nur nebensächlich.

Auch die fehlende individuelle Bedeutung, mal abgesehen vom Ignorieren der Teammates und somit "trollen" des Spiel, stört eingefleischte eSportler. Da man zusammen levelt, ist man nie signifikant stärker als seine Teammates. Dieser Fokus auf das Team ist aber nicht für alle ein 100% negativer Punkt.

Auch, wenn viele es als “zu casual” bezeichnen, finde ich gerade diese Abgrenzungen von LoL und Dota 2 gut. Außerdem bringen die unterschiedlichen Maps Abwechslung in das mittlerweile versteifte MOBA-Genre.

findet Newsredakteurin Noxxey und wird darin durch ihre Kollegin Coolhand bestärkt, auch wenn diese zuerst skeptisch war.

Gleichzeitiges leveln des Teams, Killwertungen des Teams und nicht der Einzelnen. Alles in allem wird TEAM hier sehr groß geschrieben. Zwar fällt dadurch nicht die Leistung der jeweiligen Spieler unter den Tisch, jedoch ist das Gesamtgefühl von Grund auf anders. Besser.

Dieses Wir-Gefühl birgt aber auch Gefahren für den individuellen Spielspaß. Dabei verlassen sich eigentlich fast alle anderen großen eSport-Titel auf die Möglichkeit alleine die Rangliste zu erklettern. Hier liegt allerdings ein Problem von Heroes, das viele Spieler bereits kennen. Bermuda bringt die Meinung vieler Einzelranglistenspieler auf den Punkt:

Heroes macht wenig Spaß wenn man es alleine, also nur mit randoms im Team, spielt.

Unser Chefredakteur WaWu sieht eher die positiven Seiten an dem Spiel:

Wer sich richtig mit dem Spiel auseinandersetzt, der wird schnell merken wie viele komplexe Inhalte Heroes zu bieten hat. Besonders durch die Vielfalt bei den Karten gibt es in jeder Runde und mit jedem Team eine andere Herangehensweise. Auch kann ein gut oder schlecht gespielter Held den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen, es zählen hier nun mal eher die Feinheiten wie Positionierung, Skillung und Rolle des einzelnen Spielers und kein stupides Lasthitten.

Unser asiophiler Forumsmoderator Dradow schließt die Meinungsrubrik mit einem, zumindest aus Teamsicht, überaus passendem Kommentar ab;

Wenn League of Legends das Magic the Gathering der Kartenspiele ist, dann ist Heroes of the Storm definitiv Hearthstone. Blizzard ist dem Casualstyle seit HS echt treu geblieben. Und ja, ich mag das Game. Aber eben nur so zum rumspielen.

Es bleibt also abzuwarten, ähnlich wie es bei Hearthstone der Fall war. Wieviel eSport wirklich in Heroes steckt, werden wir sicher erst nach dem eigentlichen Release erfahren. Der Vorreiter der Blizzard f2p-Welle konnte sogar im Beta-Status auf höchster Ebene mit überraschend gut gebalancten Gameplay punkten und schickt sich langsam dazu an, in die Riege der großen eSport-Titel aufgenommen zu werden. Ob dies nun wieder gelingt ist fraglich, mal davon abgesehen, dass die Konkurrenz im Moba-Genre um einiges härter ist. Trotzdem bringt der Titel genug Spielspaß mit, um zumindest erst einmal eine Fanbase aufzubauen. Wie viel noch dazu kommt, wird wohl nur die Zeit zeigen können.

Nachtrag: Das Veröffentlichungsdatum steht fest! Der offizielle Release wurde von Blizzard für den 2.6.2015 angesetzt. Ab dann sollten auch Spieler ohne bisherigen Zugang in der Lage sein Heroes auszuprobieren. Danke Ekpyrosis für den Hinweis.

Bild des Benutzers Zahard

Autor: Max | Zahard

Als Student aus Leidenschaft schimpft man mich Redakteur in den Diensten Bonjwas. Meine eSport-Karriere begann mit der Spielzeug-Raserei Trackmania Nations vor ungefähr 7 Jahren und fokussiert sich momentan zu 100% auf Overwatch. Ein Game für die Götter :3

Außerdem zock ich leidenschaftlich Victoria 2 und Europa Universalis 4.

19. April 2015 - 16:54
Bild des Benutzers Lavidine
Lavidine
Core
Offline
02.11.2018 - 23:59
07.03.15
19

Ich spiele Heroes auch wirklich gerne und finde die Tiefe des Spiels für einen "Casual Gamer" wie mich auch vollkommen ausreichend. Möchte allerdings kurz anmerken das es im Spiel auch eine 800 Gold Quest gibt (Spiele 8 Spiele in einem beliebigen Modus).

Das man aktuell wenig Gold bekommt sehe ich auch so, allerdings glaube ich auch, dass sich daran noch etwas tun wird im laufe der Beta. Ich Spiele seit der technischen Alpha und habe mir bis auf Brightwing nun jeden Helden leisten können ohne Echtgeld ausgeben zu müssen. Durch die Angebote der Woche komme ich auch nach und nach zu den Skins die ich gerne hätte, denn für 50% off finde ich die Preis schon angemessen. Allerdings würde ich tatsächlich auch gerne mehr Geld in die Hand nehmen, wenn ich weiß das ich für 10 Euro 2 schöne Skins und nicht nur einen bekommen würde.

19. April 2015 - 20:58
Bild des Benutzers Songbird
Songbird
Benutzer
Offline
02.08.2017 - 17:48
11.05.14
151

Heroes hat in meinen Augen definitv die Chance ein sehr großer E-Sport-Titel zu werden aber vorallem hoffe ich es, da es mir einfach einen unglaublichen Spaß macht - mehr als Dota 2, lol und, wenn auch nur schwer zu vergleichen, mehr als StarCraft 2 aber vielleicht macht mir Starcraft mit Legacy auch wieder mehr Spaß als aktuell Heart of the Swarm. Wie dem auch sei hab ich hier noch ein par Beta Keys falls jemand einen möchte.

1.) FGXCPP-Y2YV-JBRMW8-Y8XX-VK2GZZ

2.) PHCF69-8CJ9-7PGYJY-NKKV-2G9GFZ

3.) EFJW2R-FJ42-HFEEBW-B8JP-K4PKFG

Grüße, Songbird

P.S bitte nur ein key pro kopf nehmen ;)

20. April 2015 - 1:58
Bild des Benutzers Ekpyrosis
Ekpyrosis
Benutzer
Offline
24.04.2015 - 03:28
07.03.15
5

Ich finde nicht, dass auf das Bezahlmodell von HotS der Pay-to-win-Vorwurf im selben Maße zutrifft wie auf das von Hearthstone. Denn bei Hearthstone muss man erst mal ordentlich grinden und/oder Echtgeld ausgeben, bis man auch nur ein kompetitives oder gar optimiertes Deck hat. Selbst wenn man ein solides Deck hat, ist man immer noch im Nachteil, wenn man nicht Legendary xy hat. Bei HotS hingegen gibt es die Free-to-play-Rotation und man hat absolut keinen Nachteil (abgesehen von weniger Auswahl), wenn man einen Hero nimmt, der gerade in der Rota ist, gegenüber jemandem, der Myriaden ausgegeben hat, um sich sofort alle Helden und alle Skins zu kaufen. Was den Golderwerb angeht sollte man bedenken, dass man auch durch Aufleveln noch signifikant Gold bekommt und das nebenbei, während man Dailys macht oder einfach so spielt; das ist vor allem gut, um sich am Anfang ein paar Helden zu holen, die man unbedingt haben will.

20. April 2015 - 8:32
Bild des Benutzers psycain89
psycain89
Benutzer
Offline
17.11.2015 - 00:45
02.08.14
105

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wohin mit der Kohle, hab mir deshalb einfach Murky gekauft. Wenn man die Quests fleißig macht und 1-2 Helden im Angebot kauft ist das völlig ausreichend.

Als ich endlich meinen eigenen Zugang bekam hab ich mir das Premium Zeugs gekauft, damit levelt man dann noch ein wenig schneller außerdem gibts 30 Gold mehr oder so pro Spiel. 30 Tage intensiv zocken und du bist reich.

Ach ja, "Last Hitten" existiert doch als Mechanik im Spiel. Ich habe vorher keine Erfahrung mit Mobas gehabt und ich muss fragen, wie kann man nur ein Spiel spielen, dass auf so einer dämlichen Art des Geldverdienens beruht? Nachdem ich mir dieses Last Hitten antrainieren musste für Heroes habe ich noch weniger verstanden warum die anderen mobas mit solch einer Mechanik überhaupt überlebt haben.

20. April 2015 - 9:08
Bild des Benutzers Boringx3
Boringx3
Benutzer
Offline
29.09.2015 - 13:09
09.03.14
13

Alles in allem macht mir HotS schon spaß, vor allem die Unterschiedlichen Maps sind halt richtig gut und man merkt Blizzards Erfahrung darin, wogegen sie beim Heldendesign und -balancing nochmal dringend wenig üben sollten...(stichwort Stitches und Illidan). Das Spiel wird auf jedenfall groß werden, einfach schon weils von Blizzard ist, ob es aber LoL/Dota2 überholen wird, erwarte ich nicht wirklich, jedenfalls nicht allzu schnell; und ob es sich zu nem guten Zuschauer-Esport entwickelt, wird sich mit der Zeit erweisen, ich vermute aber schon, dass man noch einiges sehen wird.

Und zum Thema lasthitten: Es ist ein Reiz, weil du dadurch einen Vorteil gegenüber deinem Gegner aufbauen kannst, einfach indem zu weniger Fehler machst. Das ist bei nem "kompetetiven" Spiel ein ziemlich guter Ansatz, um Spieler Lust auf mehr zu machen. Thema "Easy to learn, hard to master" ;)

20. April 2015 - 11:30
Bild des Benutzers DKUmaro
DKUmaro
Benutzer
Offline
27.08.2015 - 08:52
08.03.15
37

Dadurch, dass alles irgendwo bei Blizzard mal angefangen hat (Aeons of Strife, DotA) sind die Helden bei den bekannten MOBAs so stark an denen angelehnt, dass man eigentlich die Originale gern spielen will, oder so ähnlich ist es bei mir der Fall. Da passt dann Heroes of the Storm (HotStorm) genau für mich und sicherlich viele andere auch genau rein.

Während DotA noch mit seinem Erbe zu kämpfen hat und versucht irgendwo die Helden, so nah es geht an DotA anzulehnen ohne gleich von Blizzard verklagt zu werden. (Siehe Namensänderungen und teilweise starke Charakteränderungen wie z.B.: Venomancer.), hat LoL zu Anfang noch stärker von DotA kopiert (mehr die Fähigkeiten als die Helden). Bis sie herausfanden, sie können jede zweite Woche einen neuen Helden bringen mit den sie ordentlich Schotter machen, wenn sie den erstmal "teuer" anbieten. Gibt ja genug die Helden sofort zum seinen Erscheinungstag kaufen. LoL hat dadurch eine ordentlich Heldenauswahl, aber wie das so ist, gibt es kaum noch Berechtigungen für Andere in einem wettbewerbsfähigen Umfeld. Wenn mehrere Carries ähnliche Fähigkeiten haben, werden die sauber und ordentlich nach Stärke sortiert und irgendwann, in einem Liga-Umfeld bzw. hohen MMR oder Online-Ranking bleibt einem nichts anderes übrig als zu den top 5 der 10 Carries mit ähnlicher Fähigkeiten zu greifen. HoN ist irgendwann nicht mehr relevant gewesen, weil da, aus meiner Sicht, nur die totalen "edgy Kids" drauf eingestiegen sind. Es war quasi eine direkte Kopie von LoL nur in düster und matschig. Hauptsache Anti-LoL kam es mir schon vor. Sowohl die Spieler als auch das Spiel selbst.

Smite, finde ich, hat da noch am wenigsten die sichtbaren Wurzeln. Der Shop ist da, Items, ein grobes Skelett der MOBAs, aber so ist es 3rd Person, orientiert sich an Charaktere aus Mythen, Sagen, Geschichten und Legenden. Es fühlt sich eher noch wie was eigenständiges an. Und mit Smite verbunden passiert jetzt der nächste Schritt. Denn wie es aussieht geht die Mischung der Genres weiter. Sowas wie Gigantic ist schon langsam eine Vermischung von TF2-Shooter und MOBA.

HotStorm hat eben den Vorteil es darf ohne Problem DIREKT die Charaktere aus den bekannten Spielen nehmen. Wenn ich also mal an Zeratul (oder generell an Dark Templar/Zealots) gedacht habe und wollte dann Kassadin aus LoL spielen, geht es jetzt einfacher und original-er durch Heroes of the Storm. Ich habe, obwohl ich damals schon einen Alpha-Zugang bekommen habe, nicht gespielt. Es fehlt mir durch Shop-Items im Spiel eine gewisse fehlende Variation einen Helden zu spielen. Zumindest habe ich so das Gefühl.

Es machte in DotA schon sehr viel Spaß die ganzen Items auszuprobieren und mit jedem Helden mal bestimmte Kombinationen zu versuchen. Es gab und gibt sicherlich noch immer sowohl Helden-, als auch Item-Konter-Taktiken. Nach Builds spielen ist, wie in Starcraft auch, erstmal gut um reinzufinden, aber dann sollte man anfangen selber zu denken und davon abweichen. Der Gegner reagiert mal anders und darauf sollte man selber auch reagieren können und nicht in Panik verfallen, weil das Szenario unter Punkt 6.8.2 des Builds nicht beschrieben wird.

Kleine Anmerkung: Beim letzten Absatz hätte ich LoL eher mit YuGiOh verglichen, denn das Magic the Gathering "MOBA" ist wohl eher DotA. ;)

20. April 2015 - 21:00
Bild des Benutzers psycain89
psycain89
Benutzer
Offline
17.11.2015 - 00:45
02.08.14
105

@boringx3

Stitches wurde bereits generft und Illidan ist nur so stark weil keiner mit ihm umgehen kann.

Counter Picks gegen Illidan sind: Etc, Tyrael, Lili und Brightwing. Mit ihren Skills muss man nur seine auto attacks schwächen.

20. April 2015 - 22:08
Bild des Benutzers Zahard
Zahard
Benutzer
Offline
15.04.2018 - 18:31
26.11.13
189

Stimmt schon. Es ist nicht direkt p2w, aber die Preise sind, vor allem für Anfänger, extrem hoch, wenn man sich erst einmal an einen Champion gewöhnen will. So ist man mehr oder weniger von der Heldenrotation abhängig, so zumindest mein Eindruck.

Tut mir leid, aber mir ist nicht bewusst in wie weit das Last hitten in Heroes of the Storm wichtig ist. Zumindest mir ist kein Vorteil dadurch aufgefallen, aber wenn dem doch der Fall ist, würde ich mich über eine Aufklärung freuen.

Falls ihr euch über die Balance des Spiels austauschen wollt, lege ich euch wärmstens unseren dazugehörigen Forumsbereich ans Herzen.

21. April 2015 - 7:31
Bild des Benutzers psycain89
psycain89
Benutzer
Offline
17.11.2015 - 00:45
02.08.14
105

Aufklärung incoming:

Nazeebo, der Hexendoktor hat eine passive Fähigkeit namens Death Ritual. Für jeden Gegner der unter dem Einfluss des Gifts stirbt bekommt er permanent Hp und Mana. Jeder attack von Nazeebo vergiftet für 4 sec.

21. April 2015 - 11:19
Bild des Benutzers DKUmaro
DKUmaro
Benutzer
Offline
27.08.2015 - 08:52
08.03.15
37

@Psycain: So wie du es beschreibst, muss Nazeebo nicht den letzten Treffer machen, sondern es reicht aus, wenn der Gegner unter dem Einfluss des Giftes stirbt. Also die Bedingungen ist nur, dass der Gegner vergiftet ist und dann innerhalb der Zeit stirbt.

Last hit wäre: Wenn Nazeebo einen Gegner tötet, bekommt er x HP/x Mana. Dabei muss er wirlich die Bedingung erfüllen, dass Nazeebo den letzten Treffer(last hit) landet.

21. April 2015 - 16:41
Bild des Benutzers psycain89
psycain89
Benutzer
Offline
17.11.2015 - 00:45
02.08.14
105

Haarspalterei, das ist an und für sich die gleiche Mechanik in abgeschwächter Version.

21. April 2015 - 21:08
Bild des Benutzers Zahard
Zahard
Benutzer
Offline
15.04.2018 - 18:31
26.11.13
189

Erstmal vielen Dank für die Aufklärung. Da ich nicht so viele Helden bisher gespielt habe und nur bei sehr häufig auftretenden Champs alle Fähigkeiten kenne, war mir seine passive Fähigkeit noch nicht bekannt.

Allerdings muss ich DKUmaro hier recht geben. Rein technisch gesehen ist das kein Last-Hitten, da du nicht für das Töten des Creeps belohnt wirst, sondern für das bloße Angreifen kurz vor dessen Tod. Das ist für das Verständnis eines DotA- oder LoL-Spielers eindeutig kein Last-Hitten.

Für einen Moba-Neuling scheint dies kaum ein wesentlicher Unterschied zu sein, aber zweiteres ist schon deutlich schwieriger in den meisten Spielen als das bloße Angreifen (wenn man es konstant gut machen will)

22. April 2015 - 0:21
Bild des Benutzers Ekpyrosis
Ekpyrosis
Benutzer
Offline
24.04.2015 - 03:28
07.03.15
5

Falls ihr es noch nicht gesehen habt: Der Releasetermin steht fest: Am 2.6. ist es soweit.

22. April 2015 - 10:04
Bild des Benutzers DKUmaro
DKUmaro
Benutzer
Offline
27.08.2015 - 08:52
08.03.15
37

@psycain: Alles andere als ein Haarspalterei, aber den Unterschied erkennt man wohl erst mit etwas Erfahrung in anderen MOBAs.

Macht es dir einen Unterschied ob du als Erster ans Ziel kommst oder einer deiner Freunde? So ungefähr ist der Unterschied auch, den du Haarspalterei nennst. :)

23. April 2015 - 2:42
Bild des Benutzers Quisl
Quisl
Benutzer
Offline
19.01.2017 - 11:36
19.02.15
78

Also, durch die Quests am Anfang kriegt man genug Gold um sich die Helden zu kaufen die man unbedingt spielen möchte. Wer da Geld in die Hand nimmt ist selber schuld. Das muss auch so sein, denn man muss 10 Helden haben um Hero league spielen zu dürfen. ^^

29. April 2015 - 9:15
Bild des Benutzers pulzarrr
pulzarrr
Benutzer
Offline
24.02.2018 - 11:42
29.04.15
2

Ich finde HOTS doof.

30. April 2015 - 17:49
Bild des Benutzers Zahard
Zahard
Benutzer
Offline
15.04.2018 - 18:31
26.11.13
189

Das Spiel gefällt bestimmt nicht jedem, aber besonders Moba-Neulinge können mit Heros of the Storm viel Spaß haben.