Games of the Month: Sommer Special

Der Sommer geht vorbei und mit den letzten warmen Tagen lassen wir noch einmal die vergangenen Wochen und Monate in der Welt von Starcraft II Revue passieren.

Chrissi | Coolhand 01.09.15

wcs season 2 - group d

Stardust vs Jaedong (gecasted von Kaelaris & Todd)

Game 1 (Coda LE)

Stardust erhebt sich aus seinem, wie er selbst sagt, Grab und kehrt zurück in die Welt von Starcraft. Durch einige Probleme mit seinem Visa und einem fehlenden Team, beschloss er einfach die erste Jahreshälfte Urlaub zu machen. Kaum zurück, sägt er auch schon Ret mit einem locker flockigen 2:0 weg und hat jetzt Appetit auf Jaedong. Doch dieser hat auch nach zehn Jahren Starcraft noch immer Hunger auf mehr. Das erste Match findet seinen Platz auf Coda. In der oberen linken Ecke spawnt Stardust, unten rechts geht Jaedong in Position.

Erst vier Tage zuvor trafen die beiden im Qualifier aufeinander und vermutlich wussten sie zu diesem Zeitpunkt bereits, dass sie sich hier wieder sehen würden. Jaedong sendet bereits nach zwei Minuten eine Drohne in Richtung der Protossbasis. Im freien Natural-Spot nistet sie sich ein und beschert dem noch unwissenden Stardust eine Proxyhatch direkt vor der Haustür. Eine einzelne Probe nimmt sich den ungewollten Nachbarn zur Brust, während Jaedong zuhause seine eigene Natural besetzt. Der erste Zealot verlässt Stardusts Base, der nun außerdem direkt mit zwei Assimilatoren Gas raffiniert. Mittlerweile nimmt der Zergschwarm seine bereits vierte Basis. Wir befinden uns bei Minute 3:42 und es könnte alles passieren. Erst jetzt geht der Spawning Pool in Produktion, die Proxyhatch wird weiterhin malträtiert und wird schließlich niedergerissen. Beide Spieler scouten ausführlich und sind sich bewusst, was der Gegner treibt. Die siegreichen Zealots befinden sich nun auf dem Weg quer über die Map. Kurz vor ihrer Ankunft scoutet Stardust noch einmal die Mainbase mit einer Probe und sieht den fertig gestellten Spawning Pool sowie einen Extraktor. Doch gerade, als die Zealots in die Zergbase einfallen wollen, stehen eine Hand voll Linge vor Stardusts Ramp, die nicht ganz blockiert wird - die Schwachstelle wird nur von einer Probe geschützt, die ohne weiteres aus dem Weg geräumt wird. Noch bevor ein Stardust eingreifen kann, können Jaedongs Zerglinge einen Pylon zu Fall bringen. Der in den Supplyblock getriebene Protoss jagt die Linge über die Map und lässt sich, blind vor Wut, von den nachrückenden Einheiten einkreisen. Bis auf zwei Stalker verliert Stardust seine gesamte Armee. Doch er hat den Vorteil in der Wirtschaft. Trotz seiner drei Basen besitzt Jaedong gerade einmal 20 Drohnen und sollte in Erwägung ziehen, seine eigene Eco zu stabilisieren.

Doch stattdessen agiert er weiterhin agressiv und schickt weitere Zerglinge auf das Feld. Stardust blockiert jetzt vollständig seine Rampe, expandiert und rüstet auf. Jaedong jedoch sammelt sich bereits und hat dieses Match noch immer völlig in seiner Hand. Dies stellt er auch direkt unter Beweis, als Stardust versucht bei Minute 9:30, einen dritten Nexus zu setzen und denied diesen umgehend. Nun ist auch ein Lair sowie ein Roach Warren unterwegs. Ein weiterer Nexus wird platziert. Jaedong lässt ihn gewähren, doch er tänzelt weiterhin drohend um die Basen des Toss. Beide Kontrahenten rüsten mächtig auf, Jaedong setzt nun auch Mutalisken und Hydras ein, Stardust geht auf mass Stalker. Jaedong gibt einen Hive in Auftrag. Man könnte also auf frühe Viper spekulieren. Immer wieder teased er sie Protossbasen mit Mutalisken, zerstört den ein oder anderen Pylon und macht Stardust ordentlich nervös.

Jedoch engagen nun beide Armeen auf einem Plateau knapp unter Stardusts Basis und dank gekonnt gesetzter Forcefields kann dieser den Kampf für sich entscheiden. Langsam arbeitet er sich nun zur Zergbasis vor, vernichtet auf dem Weg Creeptumore und zögert immer wieder wirklich vorzustoßen. Schließlich entscheidet er sich dafür direkt vom Lowground aus seitlich in Jaedongs Mainbase zu blinken - und findet sich vor einem Haufen Zergpower, bestehend aus Roaches, Hydras und Vipern wieder. Da der Blink natürlich noch im Cooldown ist, sieht er sich gezwungen zu recallen, da er sonst gnadenlos abgeschlachtet werden würde. Nun greift Stardust zu drastischeren Mitteln, gibt den Dark Shrine in Produktion und wählt nun mit zwei Dark Templarn den unsichtbaren Weg ins Herz des Schwarms. In der vierten Zergbasis reißen sie die Hatchery ein und während sie damit die gesamte gegnerische Armee auf den Plan rufen, lauern schon die Stalker im Hintergrund. Doch statt einem großen Showdown ziehen sich beide Parteien noch einmal zurück, expandieren weiter und maximieren ihre Kräfte.

Jaedong sammelt Vipern und Broodlords um sich, Stardust setzt weiterhin auf Stalker, Immortal und Dark Templar. Jetzt kämpft sich Stardust wieder über die linke Seite der Map zur vierten Basis vor, Immortals setzen sich über die verteidigenden Spine Crawler hinweg, werden allerdings von heranrückenden Hydras und Roaches erledigt, bevor sie Schaden an der Hatchery selbst anrichten können. Stardust versucht sich an einem Push um die Immortal zu unterstützen und sowohl die Blinding Cloud als auch die Storms tragen zu seinem Glück bei, dennoch wird er zurück gedrängt und es scheint ganz so, als ob Jaedong dieses Match nun mit einem Gegenangriff beenden will. Er ignoriert die Tatsache, dass Stardust letztendlich doch seine vierte Basis zerstört hat und geht nun äußerst agressiv vor. Infestoren und Ultralisken begleiten die maximierte Armee, diese wirkt nun bedrohlicher denn je. Unaufhaltsam rollt er über die ersten Basen, zerlegt ein Gebäude nach dem anderen. Doch versteckt nahe seiner eigenen Natural morphen gerade fünf Archons, weitere Dark Templar lauern in den Schatten. Er setzt nun alles auf eine Karte und wagt einen Basetrade. Jaedong jedoch hat weiterhin die Überhand und zwingt ihn sogar dazu, sein Mothership zu canceln. Das Blatt sollte sich dennoch sehr schnell wenden, die Archons haben allerhand geleitet und plötzlich hat Jaedong nur noch eine einzelne Hatchery. Noch viel kritischer ist sogar, dass er über absolut keine Drohnen mehr verfügt. Er muss jetzt diese eine letzte Basis mit seinem Leben verteidigen, doch Archons und Colossi machen es ihm nicht einfach. Stück für Stück dezimieren sie die Zergarmee, bis auf den letzten Broodlord. Die Hatchery fällt, Stardust zieht sich mit nur zwei schwer angeschlagenen Colossi zurück, doch übersieht er den Extraktor, den Jaedong in letzter Sekunde morphen konnte. Auch verpasst er, wie eine Drohne die Überreste der Hatchery verlässt und im Schutze der einstigen Protossbasis eine neue, lebensrettende Basis errichtet.

Bei Minute 37 verfügt Stardust über sechs Probes, Jaedong hat nur eine einzelne Drohne. 18 supply für den Protoss gegen 11 für den Zerg. Zwei stark angeschlagene Colossi gegen vereinzelte Broodlords und einen Ultralisken. Stardust weiß nun von dem Extraktor, hat jedoch kein Wissen über die Hatchery bzw. deren Standort. Jaedong beginnt all seine Overlords taktisch über die Map zu verteilen. Mit der wichtigen, lebensnotwendigen Vision erhofft er sich noch eine Chance auf den Sieg. Er klebt sich an Stardusts Fersen, scoutet mit einer mutigen Drohne in dessen verbliebene Basis, während der Protoss mehrere Stalker zur Unterstützungen portet. Jaedong steht nun auf Messers Schneide, er hat absolut keine Wirtschaft an diesem Punkt des Matches. Er beschließt, den Ultralisken von seiner schützenden Position abzuziehen und greift die gegnerische Mineralline an, doch der Mothershipcore jagt den schwächelnden Riesen in die Flucht und so gibt Jaedong schließlich das GG an Stardust.

Kespa cup season 2

Flash vs Classic (gecasted von Wolf & Brendan)

Game 2 (Moonlight Madness LE)

Das zweite Match in der RO8 zwischen Flash und Classic folgt einem Sieg für Flash, seinem inzwischen sechsten Sieg in Folge gegen Protoss. Classic spielte zu Beginn zwar sehr reaktionär, verpasste jedoch die frühe dritte Basis von Flash und deplatzierte zum Schluss leider seine gesamte Armee, sodass es dem Terraner ziemlich leicht fiel, seine Natural und anschließend auch seine dritte Basis einzunehmen.

Nun begegnen sich die beiden erneut, in Match 2 auf Moonlight Madness. In der oberen rechten Ecke schlägt Flash das Lager der Terraner auf, in der unteren linken Ecke macht sich Classic bereit zur Revanche.

Flash entscheidet sich dazu, nach seinem schnellen All-In-Sieg nicht greedy zu werden und spielt ein solides SCV into Reaper Opening, scoutet bei Minute 3:24 Classics Basis und bemerkt sofort, dass hier keinesfalls ein gewöhnliches Opening gespielt wird. Sobald der erste Reaper aus der Produktion hüpft, macht sich dieser auch schon auf den Weg, die Map genauer zu untersuchen. Doch Flash wäre nicht Flash, könnte er nicht bereits ahnen, was neben seinen Basen geschieht. Ohne das Proxy Stargate tatsächlich gesehen zu haben, reagiert er mit einer Proxy Factory, in diesem Fall natürlich an Classics Basis. In seiner eigenen platziert er außerdem einen Bunker an der Rampe und einen Turret in der Mineralline um absolut sicher zu gehen.

Doch Flash ist nicht wirklich auf das jetzt eintreffende Oracle vorbereitet - er hat schlichtweg zu wenige Marines und reagiert beinahe sofort mit Widow Mines, die er auf ihren kurzen Weg zu Classics Basis schickt. Die erste vergräbt sich inmitten der umherschwirrenden Probes und spätestens jetzt weiß Classic, womit er es zu tun hat, denn auch er hat die Proxy seines Gegners nicht gescoutet. Einen Hauch zu spät zieht er die Probes von ihrer Arbeit fort und die Widow Mine hätte sicher enormen Schaden an den Workern anrichten können, hätte Classic sie nicht doch noch geschickt im letzten Moment gesplittet. Während sich die Widow Mine zur nächsten Detonation bereit macht, flitzt schon die zweite die Rampe der Protossbasis herauf. Diese wird jedoch von einem Stalker gejagt und am anderen Ende der Basis gerade noch zerstört.

Zur gleichen Zeit schickt Classic seine erste Tempest an die rechte Flanke von Flashs Basis, der hierauf schnell reagieren muss, denn die Tempest kann durch ihre hohe Reichweite die Mineralline nach und nach auseinander nehmen, ohne von dem schützenden Turret dabei gehindert zu werden. Also greift sich Flash seine wenigen Marines, verwertet die Bunker und zieht los, versucht sich jetzt bei Minute 7:43 an einem Push, bevor Classic seine gesamte Eco aufreiben kann. Weiterhin huschen Widow Mines aus der Factory, werden jedoch gleich darauf von Classics Stalkern pulverisiert. Flash sollte definitiv Acht auf sie geben, denn sie könnten sehr zur Entscheidung des bevorstehenden Kampfes beitragen. Doch die Marines stürmen bereits die Basis, zerstören direkt ein Oracle und schnell wird klar, dass die Terraner Armee auch ohne Minen klar im Vorteil ist. Trotz Classics Reinforcements können die Marines Stalker und Probes aus der Basis scheuchen, während im Hintergrund bereits einige SCVs an den Gebäuden knabbern. Ein paar der zurück drängenden Stalker versuchen die Marines auszuschalten, der Nexus geht down, doch die Marines mussten all ihren Stim bei diesem Push verbrauchen und sind nun sehr verwundbar. Classics Tempest sind mittlerweile auf dem Weg in die heimische Basis, viele der dort immer noch kämpfenden Marines werden bereits von Probes mit winzigen Energiestrahlen aufgelöst. Flash sendet alle seine SCVs zurück in die eigene Basis, versucht nun seine Kräfte neu zu sammeln, doch ein weiteres Oracle fängt sie auf dem Weg ab und dezimiert die Arbeiter im wahrsten Sinne des Wortes.

Classic sollte sich jetzt gut überlegen, wie er seine eigenen Kräfte einteilt. Noch immer hat er seinen Nexus nicht neu errichtet und es befinden sich auf Flashs Seite derzeit drei Marines gleichzeitig in Produktion. Er sendet das Oracle in seine Basis, während die gerade eintreffenden Tempest sich des Erbes des Voids annehmen und dieses waschechte Basetrade Match für sich zu gewinnen versuchen. Sie setzen dem gelifteten Command Center hinterher, langsam aber sicher zermürben sie es quer über die Map hinweg. Währenddessen schafft es Flash einige weitere Soldaten in die Schlacht zu schicken und gemeinsam mit zwei verbliebenen Vikings können sie das lästige Oracle von der Karte streichen.

Beide Kontrahenten haben nun keine Basis mehr, an allen Ecken und Enden finden Kämpfe statt und noch immer ist nicht recht klar, wer hier einen Vorteil hat, ob überhaupt jemand einen hat. Zwei Tempest, zwei Vikings, eine Hand voll Marines und stellenweise verstreute Gebäude - aus mehr besteht dieses Match nicht mehr. Zehn Supply für Flash, acht für Classic. Hitpoints hin oder her, Classic kitet unerbitterlich Flashs Gebäude, träge, doch effizient. Quälend langsam, suchend schwebt die zweite Tempest über das Feld, jeden Moment könnte dieses minimalistische Match zu Ende sein. Doch in einem Moment des Schicksals trifft eine Tempest auf eine kleine Gruppe Marines, flankiert von den zwei Vikings, die Tempest versucht erst zu kämpfen, entscheidet sich doch schnell für die Flucht, allerdings zu spät, Flash kann die Tempest auf seinen Killcounter setzen und breitet siegessicher die Flügel der Freiheit aus. Er muss sich nun bedeckt halten und seine winzige Armee vor der zweiten und letzten Tempest verbergen. Denn diese könnte wiederum den Sieg für Classic besiegeln, indem sie die Marines einen nach dem anderen ausschaltet. Das ganze Spiel ist nun so still und nervenaufreibend, dass man meint, den Herzschlag der beiden eSportler vernehmen zu können.

Wir befinden uns nun bei Minute 22 und endlich gibt der Referee das erlösende Zeichen für eine Pause und nach einem kurzen Moment der Beratung steht fest, dass es zu einem Unentschieden gekommen ist. Das Match ist somit beendet und beide Spieler haben sich auf eine erneute Austragung geeinigt.

wcs season 3 ro 32

Has vs iaguz (gecasted von Huk & Nathanias)

Game 1 (Coda)

Bei unserem letzten Match, das aus dem August, haderte ich eine ganze Weile mit mir. Nachmittags sandte mir Leon einen Link zu mit dem Kommentar "beste Series ever!!". Im Titel stand Has vs. iaguz. Has steht grundsätzlich immer für sehr spektakuläre, unterhaltsame Matches und so sah ich es mir an. Vollkommen paralysiert scrollte ich nach lähmenden 40 Minuten durch die Kommentarsektion und nickte immer wieder zustimmend mit dem Kopf. "Wtf did I just see" und "I can't even" zählten noch zu den Aussagen, die am meisten das BO3 beschreiben konnten.

Has ist der King of Cheese from outta space und stellt dies nur zu gern unter Beweis. Sowohl Caster als auch Zuschauer sind am Ende der Maps absolut verwirrt und wissen bis zum Ende der Begegnung nicht einmal mehr, welches Schwerkraftgesetzt gilt. Entgegen jeder Logik spielt der 18-jährige Taiwaner und macht Starcraft II zu seinem ganz eigenen Spiel. Somit überlassen wir es Has, den Ausklang des diesjährigen Sommers und des allgemeinen Wahnsinns im August zu gestalten. Vorhang auf!


Die WCS geht in die dritte Runde und Has hat es als einziger Protoss gegen drei Terraner in seiner Gruppe nicht sonderlich leicht. In der Vergangenheit hat Has jedenfalls kein Problem damit gehabt, die Zuschauer zu unterhalten und Caster zum kreischen zu bringen. Doch auch iguaz konnte bereits glänzen und besonders im PvT von seinen Fähigkeiten überzeugen. Nachdem der australische Terraner dann auch zur Verwirrung aller ein T-Shirt mit der Aufschrift "Polska" an seinem Tisch befestigte, konnte der Trip jenseits jeder Logik beginnen. Erster Halt: Coda.

Has tritt sein Erbe der Leere in der unteren rechten Ecke an und schickt sofort eine Probe in die Diagonale entlang zu seinem Kontrahenten, dem guten iaguz. Bevor dieser weiß, wie ihm geschieht, hat er auch schon den ersten Pylon in seiner noch friedfertigen Terranerbasis stehen. Und um noch eins oben drauf zu setzen, quasi die Kirsche auf dem Cheese, spielt Has' Probe mit einem SCV kurz eine Runde Fangen, bevor sie ein schmuckes Gateway neben den eben fertiggestellten Pylon setzt. Auch dieses wird fertig gebaut und als zur guter Letzt der erste Zealot in Produktion gegeben wird, reicht es iguaz mit diesem Blödsinn und greift das Gateway kurzerhand mit all seinen SCVs an. Für einen kurzen Augenblick sieht es so aus, als ob der Zealot sogar noch zuerst fertig werden würde, doch das Gateway fällt in sich zusammen und mit dem ersten Marine sieht auch die Zukunft des Proxypylons düster aus.

Stufe zwei von Has' Cheese tritt nun in Kraft und ein Pylon, dem wohl ein Stargate folgen sollte, wird südlich von iaguz' Mainbase gebaut. Doch auch dieser wird kurz darauf von fleißigen scoutenden Marines entdeckt und vernichtet. Has schmollt jetzt ein bisschen, weil er keinen Proxy bauen darf und setzt trotzig noch einen dritten Pylon - direkt vor iaguz Basis. Er korrigiert sogar noch einmal dessen Position, damit er noch schwieriger zu finden ist. Währenddessen wallt sich der Terraner ein und baut ein Fort aus Gebäuden schützend um sein Orbital Command Center.

Has wagt einen ersten Push und spaziert gelassen mit seinem Mothershipcore und zwei Stalkern in iaguz' Mainbase, zwingt ihn dazu, seine Worker zum wiederholten Male von deren Mineralline abzuziehen und lockt sie sogar runter in die Natural. Dort kitet er sie ein wenig, versucht Schaden anzurichten und Zeit zu schinden, bis sein erstes Oracle aus dem wohl versteckten Stargate erscheint. Zusammen mit dem verbliebenen Stalker kehr das Oracle zurück in die gegnerische Basis, verliert jedoch den Stalker und cancelt das nächste Oracle, um es für einen Voidray einzutauschen. Doch iaguz wäre nicht so weit gekommen, wenn er nicht ansatzweise mit dieser Art Cheese umgehen könnte. Mit einigen Marines hat er sich eine solide Verteidigung aufgebaut. Inzwischen befinden wir uns bei Minute 8:36 und jegliche Build Orders sind vergessen. Was plant Has als nächstes?

Im Übrigen spielt Has noch immer - wie immer - auf nur einer Basis. Man munkelt, er habe den Nexus längst aus seinen Hotkeys verbannt, da er ihn sowieso nur ausversehen mal nutzen würde. Also was bleibt iaguz nun übrig? Im Grunde könnte er jetzt tun, was ihm auch immer einfällt. Baue noch sechs Bunker in deine Basis? Klar, wieso nicht! Stelle rundherum acht bis zehn Siegetanks auf? Klingt super! Egal was, es spielt keine Rolle mehr, denn in einem Match gegen Has gibt es keine Regeln, keine Vorgaben und vor allem keine Logik. Iaguz entscheidet sich dafür, seine Natural mit Bunkern zu tapezieren und scannt immer mal wieder nach dem Protoss. Bei Minute 11:31 schließlich greift Has an, es gibt ein längeres Hin und her, die Bunker stehen in zwei Reihen und sobald die eine durchbrochen ist, kommt ein Schwarm SCVs angerollt, die den Schaden sofort negieren. Schließlich können Marines, SCVs und Widowmines die Tossarmee zurück schlagen und wägen einen Moment lang in Sicherheit. Neue Bunker werden errichtet, weitere Marines rücken an. Iaguz verfügt noch immer über kein Stim, doch im Endeffekt ist der Terraner stärker und kann den Protoss zurück schlagen. Has gibt das GG an seinen Kontrahenten und Iaguz streicht sich siegessicher durch seinen Bart.

Logik hat wieder ein wenig an Wert gewonnen, der Sommer geht langsam aber sicher zu Ende und wir möchten uns noch einmal bei allen Lesern für ihre Unterstützung bedanken!

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Autor: Chrissi | Coolhand

Chrissi, Assistenz der Geschäftsleitung | Turnier Administration | Die innere Uhr von Bonjwa.

1. September 2015 - 14:46
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Morendor
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09.10.2018 - 14:23
14.03.15
15

achja die letzten Maps hab ich sogar auch live gesehen mit has und iaguz... has ist schon ein echtes unikat :D Fand sehr herrlich, dass am Ende alle Caster die nächste Series casten wollten :D Rotti war in jedem fall mit der performance zufrieden von seinem Protosskumpanen :D Die anderen beiden Series hab ich nicht gesehen, es macht aber immer viel spaß die matches nochmal nachzulesen :D Vielen Dank dafür :)

7. September 2015 - 22:03
Bild des Benutzers ChrizMoh
ChrizMoh
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09.02.2017 - 21:05
07.04.15
21

Hey, Chrisi! Ich hoffe, dass ich nicht künftig hinter schwedischen Gardinen lande, wegen digitalem Süßholzgeraspel gegenüber der "Game of the Month"-Artikel. Aber dann komme ich auf Dich zurück, weil Deine Fähigkeiten, in Schreibform zu unterhalten, sich langsam aus ihrem Gefängnis gegraben haben und sich mittlerweile vollends entfalten. Bitte den Plan in Schoko-Cookies mit einbacken und mir dann zukommen lassen. Süßen Dank.

Die Recaps hier sind inzwischen mit Dir gewachsen: Lesen sich fluffig, verhelfen zu dem ein oder anderem Schmunzler und machen Bock auf mehr. Ungefähr so muss es sein, wenn man sich mit seiner ersten Beute davonstiehlt, das zelebriert und kurz darauf reicht's einem nicht mehr aus.

Und was man schwer überhören/überlesen kann, ist Dein ungebrochener Spaß und Elan, was einem selbst Freude bereitet es sich einzuverleiben. Ich bin guter Dinge, dass Dein Wille sich nicht wieder erwischen lässt und uns weiterhin - auf freiem Fuß - zu unterhalten weiß. Und Deine Komplizen, die sich hier ebenfalls tummeln und ein Ding nach dem anderen drehen, packen die Dinge auf ihre Weise verboten gut an. Es werden bestimmt einige auf Euch jagt machen... dennoch bleibt Euch treu und bereichert die Seite mit Euren lesenswerten Schandtaten.

Und wenn uns allen der Durchbruch gelingt, sehen wir uns in einem Land, das nicht ausliefert und genießen unsere Schirmchendrinks. Apropos Schirmchendrinks: Werd gleich ma' zum Barcraft Artikel weiter und den unter die Lupe nehmen.

See you around...