Korea - A never ending Story?

Wir blicken nach Korea, dem Land des eSports und Ziel aller Starcraft-Progamer.

Moritz | Cranium 16.10.14

Täglich reden wir über eSport und Korea, doch wie hat alles angefangen? In unserer neuen dreiteiligen Serie zeigen wir euch die Anfänge des eSports in Korea und schauen in die Zukunft. Im ersten Teil befassen wir uns mit den kleinen Schritten eines Landes an die Spitze des virtuellen Sports.

Asienkrise

Wir schreiben das Jahr 1997, manch einer von euch weiß vielleicht, dass sich im Jahr 1997 – 1998 die Asienkriese abgespielt hat. Besonders betroffen waren die Länder Südkorea, Thailand und Indonesien. Es kam zu einem Wertverfall der einzelnen Währungen, insbesondere der in Korea. Ihr fragt euch sicher, was das mit eSport zu tun hat. Die Regierung in Korea sah sich nach der Krise gezwungen, neue Einnahmequellen zu finden.

Es wurden neue schnelle Internetleitungen subventioniert und viele Koreaner eröffneten im Zuge der Neuausrichtung des Landes ein Internetcafe. Diese speziellen Räume werden in Korea "PC Bang" genannt. Hier können sich auch heute noch die Menschen an die PC's setzen und die beliebtesten Spiele zocken. Aufgrund der hohen Einfuhrzölle schafften es die Heimkonsolen nicht, einen eSport aufzubauen wie wir ihn kennen. Die Menschen mussten sich wohl oder übel mit dem PC anfreunden.

Starcraft erscheint

Wir schreiben weiterhin das Jahr 1998, inzwischen hat ein amerikanischer Entwickler das Echtzeitstrategiespiel ''Starcraft'' veröffentlicht. In Südkorea schlug es ein wie eine Bombe. In der ersten Zeit war es sehr schwer, noch einen Platz in den "PC Bang"-Läden zu finden. Die Nation befand sich in einem Fieber. Aufgrund der sehr guten Infrastruktur durch die Breitbandanschlüsse wurden auch bald professionelle Wettkämpfe unter den Spielern ausgetragen.

21C Programer Association

Im Jahr 2000, also gut zwei Jahre nach der Veröffentlichung von Starcraft, wurde die 21C Programer Association gegründet. Schon Monate zuvor wurden die Rufe nach einer Organsiation laut, die den eSport in Korea regelt. Heute kennen wir diese Organisation unter dem Namen KeSPA. Die Regierung in Korea sah ein großes Potenzial in der Organisation und unterstützte die Gründer, wo sie nur konnte.

Dies war auch einer der Gründe, weshalb die World Cyber Games in den ersten vier Jahren nur in Korea ausgetragen wurden. Mit Beginn der 2000er fand jedes Jahr die Weltmeisterschaft im eSport statt. Korea war wegweisend für die Organisation und Durchführung solcher Events. Nach gut 13 Jahren führt Korea den Medallienspiegel an, dicht gefolgt von den Deutschen(!). Jedoch sollte sich die Aussagekraft in Grenzen halten, denn zwischen den Jahren 2003 und 2011 wurden auch Spiele auf Mobiltelefonen ausgetragen, an denen so gut wie keine koreanischen Spieler teilnahmen.

In Teil II schauen wir uns die Jahre 2002 – 2010 an und blicken auch auf einige Skandale im eSport. Habt ihr Wünsche? Was interessiert euch an Korea?

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Autor: Moritz | Cranium

Moritz, 21 Jahre und aus dem wunderschönen Schwabenland. Inzwischen CS:GO Suchti und Fanatic Fanboy. #TeamWawu

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17. Oktober 2014 - 12:21
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Nrgy
Core
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16.03.2017 - 13:35
15.11.13
818

Ich habe Sc nichtmal mitbekommen. An mir ist das ganze komplett vorbei gegangen früher, was sehr schade ist. Ich bin erst mit Anfang SC2 in diese Szene gerutscht. Ich finde es krass, das man sich das Video Flash vs. Jaedong angucken kann und nichtmal genau verstehe, was genau das passiert, bzw was welche Einheit kann. Also ist Starcraft schon ein Fall für sich. Aber sehr cool, solche News sind immer nett zu lesen, auch mal hintergründe von den Ganzen game´s zu haben erst recht was die Koreaszene angeht etc. :) Weiter so! :) Nrgy

17. Oktober 2014 - 13:38
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Ekkman
Benutzer
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23.10.2016 - 22:46
13.12.13
35

Gelungene Serie! Tolles Thema!

Bitte was zu den Bonjwas aus SC1 bringen (warum waren die das, welche Spiele begündeten ihren Ruhm - etwas in der Art)!

Vielen Dank für einen weiteren tollen Artikel.